Behavioral Branding - Mitarbeiter als Markenbotschafter
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Behavioral Branding – Mitarbeiter als Markenbotschafter

Behavioral Branding setzt darauf, die Außenwahrnehmung deiner Marke zu stärken. Es zielt darauf, Mitarbeiter stärker in die Markenidentität einzubeziehen und mit ihnen gemeinsam diese auch zu leben. Dafür musst du als Unternehmer mit gutem Beispiel vorangehen und deine eigene Marke leben. Es ist wichtig, dass du dich bewusst damit auseinandersetzt, das Behavioral Branding stattfindet, ob du es bewusst fördert oder nicht. Statt es einfach dem Zufall zu überlassen und zu glauben, das läuft schon alles solltest du gezielt positiv darauf einwirken.

Ich denke, jeder Unternehmer und Arbeitgeber möchte von Hause aus daran glauben, das die Mitarbeiter nur das beste über ihre Firma sagen und denken. Wirklich wissen kannst du das nicht und schon gar nicht im grundlegend davon ausgehen, das sie nach außen nur Positives vermitteln. Genau hier kommt Behavioral Branding ins Spiel.

Was ist Behavioral Branding?

Das Verständnis für strategische Markenführung hat sich in den Letzten grundlegend geändert. Es geht längst darüber hinaus, die Markenführung nicht mehr nur auf das Produkt zu sehen, sondern auf die gesamte Unternehmensführung und -kommunikation. Starke und nachhaltige Marken gründen sich auf dem Ausdruck ihrer spezifischen Unternehmenswerte. In der ganzheitlichen Markenführung geht es heutzutage viel mehr um das richtige Standing des Unternehmens als die Präsentation eines einzigen Produktes. Jeder persönliche Kontakt verbindet eine Marke mit ihren Kunden und beeinflusst somit ihr Image entscheidend. Dabei spielt das Verhalten und die Wirkung der Mitarbeiter eine tragende Rolle.

Mitarbeiter sind von Hause aus eigentlich immer als Markenbotschafter zu sehen. Sie arbeiten nicht nur für das Unternehmen, sie prägen es auch. Sie stellen Produkte her und bieten diese Kunden an dabei haben sie an verschiedenen Punkten der Customer Journey Kontakt mit Ihnen. Aber eben auch darüber hinaus, wenn beispielsweise ein Außen- oder Kundendienst mit seinem Dienstwagen auf dem Heimweg ist.

Verhält er sich hier im Straßenverkehr wie ein Rüpel der anderen die Vorfahrt nimmt etc. fällt das durch das Branding des Dienstfahrzeuges auf die Firma zurück. Die Menschen im Auto hinter ihm an der Ampel wissen nicht, wie der Mitarbeiter XY heißt oder wer er ist, aber sie sehen das Logo auf der Heckklappe. Schnell prägt sich auf diese Weise ein Bild des Unternehmens ein, das wirst du sicher selber schon mal ähnlich erlebt haben oder?

Vermittle deinen Mitarbeitern deine Marke

Es ist wichtig für dich, als Unternehmer oder Selbstständiger zu erkennen, welchen Wert und Chancen Mitarbeiter für dich haben. Behavioral Branding zielt darauf aus, Mitarbeiter gezielt als Markenbotschafter einzusetzen und sie in die Markenbildung und -führung miteinbeziehen. Es braucht vermutlich etwas Fingerspitzengefühl, um hier den richtigen und passenden Weg zu finden, aber es wird sich am Ende auszahlen, Mitarbeiter dahingehend zu schulen. Es ist nicht nur eine vertane Chance, sondern auch äußerst riskant Mitarbeiter unwissend und unkundig als Markenbotschafter agieren zu lassen. Das Image einer Marke überträgt dem Kunden eine gewisse Erwartungshaltung, diese sollte beim Kontakt mit jener auch erfüllt werden.

Wird diese Erwartung nicht erfüllt, weil der Mitarbeiter schlicht weg nicht geschult ist und nicht das richtige Markenverständnis aufweist, wird nicht allein der Kontakt zum Kunden empfindlich gestört. Die Marke mit ihrem Markenversprechen erleidet einen Verlust ihrer Glaubwürdigkeit. Daher ist es umso wichtiger, Mitarbeiter für die Marke, das Markenimage und ebenso das Markenversprechen zu sensibilisieren. Es liegt in deiner Verantwortung, dass Mitarbeiter als geschulte und vor allem überzeugende Markenbotschafter auftreten. So werden sie letztlich auch von Kunden als solche wahrgenommen. Sie repräsentieren ihren Arbeitgeber. Es liegt mit an ihnen, die Markenidentität zu stärken oder im schlimmsten Fall eben auch zu schädigen, dieses Verständnis muss ihnen gezielt vermittelt werden.

Wie sollen deine Mitarbeiter auftreten?

Du kannst im Rahmen des Behavioral Branding eine Strategie entwickeln, die deinen Mitarbeiter als Art Wegweiser dienen kann. Grundlage hierfür sind deine Unternehmenswerte, die du für dich und deine Unternehmung festgelegt haben solltest. Diese geben quasi einen Verhaltenskodex vor, dieser sollte an alle Mitarbeiter kommuniziert werden. Zuerst aber eine Bestandsaufnahme, schau dir den aktuellen Ist-Zustand an, wie läuft es bei euch in der Kommunikation? Kannst du Schwachstellen ausmachen? Nur so kannst du wissen, wo und wie du gegensteuern musst, damit deine Marke auch von anderen im richtigen Licht nach außen repräsentiert wird.

Behavioral Branding – Commitment für die Marke

Interaktion zwischen Unternehmenszugehörigen sowie potenziellen Kunden findet an verschiedenen Stellen statt. Beispielsweise im Beratungsgespräch, in Social Media, Kommentaren oder ganz klassisch bei der Begrüßung an der Ladentüre. Diese Beispiele wirst du aus deinem Unternehmensalltag sicherlich unzählig erweitern können. Ein Commitment zur Marke aller Unternehmenszugehörigen ist wichtig, um ein markenorientierten Unternehmensauftritt zu schaffen. Sensibilisiere deine Mitarbeiter dafür, wann und wie Unternehmenskommunikation stattfindet. Jeder im Unternehmen sollte lernen, die Markenpersönlichkeit zu verstehen und welche sie Merkmale sie aus Macht.

Der Mitarbeiter und sein Auftreten müssen in das Markenbild eingefügt werden, dieses ist ein Wiedererkennungseffekt, den sich der Kunde im Kontakt mit dem Mitarbeiter sucht und wünscht. Dafür ist es wichtig, die wesentlichen Markenattribute und -eigenschaften durch Mitarbeiter nach außen zu transportieren. Markenversprechen müssen grundsätzlich auch intern gelebt und verinnerlicht werden, um sie authentisch weiterzugeben. Darin liegt die größte Herausforderung beim Behavioral Branding, dies in alle Bereiche zu implementieren braucht das Commitment aller Mitarbeiter. Gerade im Kontakt mit Kunden nimmt die nonverbale Kommunikation eine entscheidende Rolle ein und sollte nicht unterschätzt werden auch das ist ein wichtiger Aspekt, der das Verständnis der Mitarbeiter braucht.

Fazit

Behavioral Branding findet in jedem Unternehmen statt, ganz egal ob wir es als solches bezeichnen oder nicht. Jeder, der für ein Unternehmen und Marke arbeitet, repräsentiert diese auch in irgendeiner weise nach außen. Das fängt schon bei der Reinigungsfachkraft an, die nach einer Schicht beispielsweise daheim über ihren Arbeitgeber spricht. Behavioral Branding findet statt mal bewusst oder unbewusst, das Verhalten jedes einzelnen beeinflusst die Wahrnehmung der Marke darüber sollten wir uns beeinflussen.

Das Behavioral Branding sollte fest in die Strukturen und Bereiche des Brand Managements aufgenommen werden. Nutze die Möglichkeit, positiv auf deine Mitarbeiter einzuwirken und beziehe sie aktiv in die Markengestaltung ein. Diese Herausforderung müssen alle Bereiche im Unternehmen gleichermaßen anpacken es ist nicht alleinige Aufgabe der Marketing-Verantwortlichen.

Hast du noch Fragen?

War dir bewusst, wie viel Einfluss deine Mitarbeiter auf das Image deiner Marke haben? Was sind deine Tipps, um Mitarbeiter zu guten Markenbotschaftern zu machen? Wie immer freue ich mich auf den Austausch mit dir, gerne in den Kommentaren oder per Mail über meinen Kontakt.

Bleib gesund!

Alex

#Montagsliebhaber

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