Clubhouse die neue Trend App

Clubhouse – Exklusivität als Erfolgskonzept

Triff Menschen im Clubhouse, wann hast du das letzte Mal Menschen in einer ungezwungenen Umgebung gequatscht? Die App “Clubhouse – Drop In Audio-Chat” sorgt gerade für mächtig Wirbel. Clubhouse ist eine Social Media App aus dem Silicon Valley in der man einzig und allein per Live Audio-Chat kommunizieren kann. Es geht darum, in sogenannten Rooms miteinander zu reden, Diskussionen zu führen und sich untereinander zu vernetzte. Eine Aufzeichnung der Inhalte ist derzeit nicht erlaubt und könnte den Richtlinien nach auch zum Ausschluss aus der App führen.

Die Macher und Gründer von Clubhouse machen sich einen beliebten Werbetrick zu eigen, der Zugang zur App ist stark limitiert. Die App als solche kann über den App Store von Apple heruntergeladen werden, zugelassen zur Nutzung wird man aber nur über einen Invite. Das bedeutet, dass man nur auf direkte Einladung eines anderen Nutzers sich registrieren kann. Ebenso sorgt für viel Gegenwind die Tatsache, dass die App derzeit nur iPhone Nutzern zur Verfügung steht. Wann und ob diese auch für Android Nutzer zur Verfügung steht, ist derzeit unklar.

Ist Clubhouse der Podcast 2.0?

Die Bezeichnung Podcast 2.0 habe ich in den letzten Tagen öfters im Zusammenhang mit Clubhouse gehört. Auf Podcast bezogen ist es definitiv eine Steigerung und man kann es vielleicht als Live-Podcast besser beschreiben. Es ist so, in Clubhouse redest nicht nur du und andere Hörer und Teilnehmer hören dir nur zu. Der Sinn dieser App ist der direkte Austausch. Ein sogenannter Room unterteilt sich in eine Speaker Area und die Audience. Also bildlich gesprochen Bühne und Publikum. Du hast die Möglichkeit, dir mehrere Speaker auf deine Bühne zu holen, um Gespräche und Diskussion zu führen. Zuhörer im Publikum können sich über das Symbol Hand heben melden, um dann von dir auf die Bühne geholt zu werden.

Ich finde die Reduzierung auf eben nur diese eine Funktion des Audiochats grandios. Dank einer Freundin habe ich vor ein paar Tagen, als der große Hype in Deutschland losging, direkt einen Invite bekommen. Was soll ich sagen, ich bin schwer begeistert. Die App Clubhouse gibt es bereits seit dem letzten Frühjahr scheinbar hat sie sich bisher nur im amerikanischen Raum durchgesetzt. Was diesen großen Hype und das Überschwappen zu uns nach Deutschland jetzt ausgelöst hat, kann ich dir nicht genauso sagen.

Reduziert aufs Minimum

Wie schon gesagt Clubhouse bietet einzig und allein die Möglichkeit, über Live Audio zu kommunizieren. Anders als auf anderen Social Media Plattformen kann man hier auch keine Links teilen. Jeder Nutzer hat ein Profil, in dessen Beschreibung er sich kurz vorstellen kann, es gibt die Möglichkeit, ein Twitter und Instagram Profil zu hinterlegen, um sich auch außerhalb der App vernetzen zu können. Einzelne Räume, also Rooms, die von Nutzern angelegt werden, können mit Datum und Uhrzeit geplant werden. Diese können über eine Exportfunktion in den Kalender des Telefons gespeichert werden.

Prima Sache, so verpasst man keinen interessanten Talk. Davon gibt es auf jeden Fall schon eine Menge. Momentan sind die Themen auf Clubhouse noch sehr Tech-Lastig. Es geht viel um Business, Marketing, StartUp aber auch um Politik. Ich habe in den letzten Tagen schon die ein oder andere spannende Gesprächsrunde verfolgt. Man findet vom Politiker, Schauspieler, Sportler und Gründer ganz verschiedene Menschen dort.

Starte deinen eigenen Raum

Clubhouse ist eine tolle Sache, wenn es um das vernetzten mit Menschen geht. Gerade wenn man den Austausch in der eigenen Branche oder Thema sucht. Es wird sicherlich nicht lange dauern, bis auch Werbetreibende sich diese Plattform in irgendeiner Art zur Produktwerbung zu eigen machen werden. Derzeit herrscht aber ein sehr angeregter und angenehmer Austausch untereinander. Auch Clubhouse muss sich einiger Kritikpunkte stellen, so ist es beispielsweise schwer und fast unmöglich, Hate und nicht korrekte Äußerungen oder Ähnliches effektiv zu moderieren. Außerdem ist der Punkt Datenschutz ein großer, hier wird hoffentlich mit der Zeit nachgebessert.

Zurück zu den Räumen, wenn du einen eigenen Raum aufmachen willst, ist es ganz einfach. Öffnest du die App, hast du ganz unten einen großen Grünen Button, über den kannst du deinen Raum starten. Du hast drei Möglichkeiten, dein Raum kann öffentlich sein, das heißt, jeder kann ihm innerhalb der App beitreten. Oder du machst deinen Raum zu einem Geschlossenen, dann haben nur die Nutzer Zugang, die du dorthin einlädst. Die dritte Möglichkeit wäre ein sogenannter Community-Raum, zu diesem haben nur deine Follower Zugang.

Ein Raum an sich ist nur so lange aktiv, wie Leute Live in diesem sind. Das heißt, wenn du dich als Moderator, also Raum Ersteller verabschiedest oder niemand mehr im Raum ist, wird er geschlossen. Oft kommt es vor, dass die Moderation an jemand anderen Weitergeben wird, so kann ein Raum theoretisch ewig geöffnet bleiben. Schau dich einfach mal ein bisschen auf Clubhouse um, dann verstehst du sicherlich, was ich meine.

Fazit – Lohnt sich der Clubhouse Hype?

Ich probiere gerne jeden Trend aus und bin gern mit dabei, so auch bei dem Clubhouse Hype. Die App hat absolutes Suchtpotenzial und ich bin begeistert, wie vielfältig die Diskussionsrunden sind, es macht einfach spaß, dem Austausch anderer Menschen zuzuhören ganz ohne jegliche visuelle Ablenkung. Lasen wir den momentan großen Hype mal kurz außer acht, ich finde eine unheimlich spannende Plattform und könnte mir vorstellen, dass die Faszination Audio auch weiterhin bleibt. Ganz klar ist jedoch eins, die Macher und Gründer müssen in Sachen Datenschutz und Barrierefreiheit einiges nachholen, um langfristig Erfolg zu haben. Es bleibt in jeder Hinsicht spannende, wie sich Clubhouse in den kommenden Wochen und Monaten weiterentwickeln wird und ob es sich als soziales Audio-Netzwerk durchsetzt.

Hast du noch Fragen?

Hast du schon einen invite zu Clubhouse bekommen? Was sagst du dem zum Hype von Audio-Chats? Wie immer freue ich mich auf den Austausch mit dir, gerne in den Kommentaren oder per Mail über meinen Kontakt.

Bleib gesund!

Alex

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