CRM-Systeme in der Fertigung

HubSpot vs. monday.com vs. Vtiger: Welches CRM passt zu mittelständischen Fertigungsunternehmen

Fertigungsunternehmen brauchen ein CRM, das nicht nur Kontakte speichert, sondern den gesamten Vertriebsalltag sauber abbildet: vom ersten Lead über Angebote und Abstimmungen bis zur Übergabe an Service oder Innendienst. In diesem Vergleich schauen wir auf HubSpot CRM, monday.com CRM und Vtiger CRM – und ordnen ein, welches System eher zu standardisierten Vertriebsprozessen, flexiblen Workflows oder angebotsgetriebenen Sales-Abläufen in der Produktion passt.

Inhalt

Besondere Anforderungen an CRM-Systeme in der Fertigung

Fertigungsunternehmen stehen im Vertrieb vor besonderen Herausforderungen. Verkaufsprozesse sind häufig langfristig angelegt, mehrere Ansprechpartner auf Kundenseite sind beteiligt und Abschlüsse entstehen oft erst nach intensiven Abstimmungen und Angebotsphasen. Hinzu kommen unterschiedliche Vertriebswege wie Direktvertrieb, Fachhandel oder Partnerstrukturen. Kundenkontakte entstehen über viele Kanäle – etwa auf Messen, im Außendienst, im Service oder durch bestehende Geschäftsbeziehungen. Diese Vielfalt macht es anspruchsvoll, Informationen konsistent zu erfassen und nachvollziehbar zu halten.

Foto von Cemrecan Yurtman auf Unsplash - Ein Mann bei der Arbeit an einer Maschine in einer Fabrik
Foto von Cemrecan Yurtman auf Unsplash



Ein weiterer zentraler Punkt ist der Angebotsprozess. Angebote sind in der Fertigung selten standardisiert, sondern individuell kalkuliert und verändern sich im Laufe des Verkaufsprozesses. Ohne klare Struktur und konsequente Nachverfolgung gehen Informationen verloren oder Verkaufschancen bleiben ungenutzt. Ein CRM-System muss in diesem Umfeld mehr leisten als reine Kontaktverwaltung. Entscheidend sind eine zentrale Sicht auf Kunden und Verkaufschancen, transparente Abläufe und eine verlässliche Grundlage für Steuerung und Entscheidungen.

Praxisbeispiel: Was Roto DST mit HubSpot erreicht hat

Roto Dachsystemtechnologie (Roto DST) ist ein international tätiger Hersteller von Dachfensterlösungen und Zubehör für Flach- und Steildächer. Das Unternehmen legt den Fokus auf Qualität, Langlebigkeit und Energieeffizienz und ist in mehreren Ländern aktiv.

Der Vertrieb erfolgt über ein dreistufiges Modell: Roto DST arbeitet mit dem Fachhandel zusammen, der wiederum Dachdeckerbetriebe beliefert, über die der Kontakt zum Endkunden entsteht. Dieses Modell ist im produzierenden Mittelstand weit verbreitet, bringt jedoch besondere Anforderungen an die Steuerung von Vertriebs- und Marketingprozessen mit sich.

Roto DST → Fachhandel → Dachdeckerbetriebe → Endkunden.

Leads werden auf Herstellerebene generiert, Abschlüsse erfolgen jedoch beim Partnerbetrieb. Damit entsteht eine strukturelle Trennung zwischen Lead-Quelle und Verkauf, die nur dann effizient funktioniert, wenn Informationen zuverlässig weitergegeben, Aktivitäten nachvollziehbar dokumentiert und Ergebnisse messbar gemacht werden. Genau diese Anforderungen prägen den Vertriebsalltag vieler Fertigungsunternehmen mit Partnernetzwerken – und bilden den Ausgangspunkt für die in der Fallstudie beschriebenen Maßnahmen.

👉 Hier findest du die vollständige Fallstudie zum Nachlesen.

Ausgangssituation: Hoher Koordinationsaufwand und geringe Transparenz

In der Fallstudie beschreibt Roto DST mehrere Herausforderungen, die vor der Einführung von HubSpot bestanden:

  • Keine automatisierte Lead-Vermittlung an Partner: Endkunden-Leads konnten nicht systematisch an passende Dachdeckerbetriebe im Partnernetzwerk weitergegeben werden.
  • Begrenzte Automatisierung im Partnerportal: Partner hatten nur eingeschränkte Möglichkeiten zur Selbstverwaltung, etwa bei der Festlegung von Regionen oder Einzugsgebieten für Leads. Viele Schritte liefen manuell über den Innendienst.
  • Fehlende Messbarkeit der Marketing-Leistung: Es fehlte eine durchgängige Transparenz darüber, welche Marketingmaßnahmen tatsächlich zu Abschlüssen führten – bis hin zur Bewertung von Kampagnen und des erzielten ROI.

Diese Punkte führten zu einem hohen internen Aufwand und erschwerten eine gezielte Steuerung von Marketing- und Vertriebsaktivitäten.

Umgesetzte Lösung: Zentrale Lead-Steuerung über ein Partnerportal

Roto DST setzte auf ein zentrales Lead-Management-System auf Basis von HubSpot, um die Weitergabe und Nachverfolgung von Leads im Partnervertrieb zu strukturieren.

Konkret wird genannt:

  • Die CRM-Funktionen von HubSpot bilden die Grundlage für das Lead-Management; der Service Hub wird unterstützend eingesetzt, um Anfragen und Prozesse im Partnerportal abzubilden.
  • Die Marketing-Kommunikation erfolgt automatisiert über den Marketing Hub.

Endkunden-Leads werden zentral generiert, vorqualifiziert und anschließend über ein Partnerportal an passende Dachdeckerbetriebe weitergeleitet. Die Partner können sich anmelden, ihre Region auswählen und verfügbare Leads abrufen. Gleichzeitig fließen relevante Informationen zurück an Roto DST, wodurch der gesamte Prozess nachvollziehbar bleibt.

Praxisbeispiel Roto DST und HubSpot

Ergebnisse und Kennzahlen aus der Fallstudie

  • 50 % mehr Umsatz
  • 5 Länder
  • 1 zentrales System

Bereits im zweiten Jahr nach der Einführung von HubSpot stiegen die über Endkunden-Leads bei den angeschlossenen Dachdeckerbetrieben erzielten Umsätze um 50 %.

Auch im Partnernetzwerk stieß die Lösung auf hohe Akzeptanz: Die automatisierte Lead-Vermittlung zählt zu den zwei meistgenutzten Funktionen der „Roto ProfiLiga“.

Welche Anforderungen hat ein CRM in der Fertigung wirklich?

Was muss ein CRM im Fertigungsumfeld überhaupt leisten? Viele Probleme entstehen nicht durch die Wahl des „falschen Tools“, sondern durch ein Missverständnis darüber, welche Aufgaben ein CRM im Alltag tatsächlich erfüllen soll.

Zentrale Kontakthistorie statt verstreuter Einzelinformationen

In Fertigungsunternehmen besteht ein Kundenkontakt selten aus einer einzelnen Person. Häufig sind Einkauf, Technik, Projektverantwortliche und Geschäftsführung beteiligt – teilweise über Jahre hinweg. Ein CRM muss deshalb in der Lage sein, alle relevanten Ansprechpartner und Interaktionen zentral abzubilden, unabhängig davon, ob der Kontakt über Messe, Außendienst, Service oder E-Mail entstanden ist.

Ohne diese zentrale Sicht entstehen Informationslücken, doppelte Arbeit und unnötige Rückfragen – besonders bei Personalwechseln oder Übergaben zwischen Teams.

Strukturierte Deal- und Pipeline-Logik für lange Verkaufszyklen

Verkaufsprozesse in der Fertigung ziehen sich oft über mehrere Wochen oder Monate. Zwischen Erstkontakt und Abschluss liegen Angebotsphasen, technische Klärungen und interne Freigaben auf Kundenseite. Ein CRM muss diese Realität abbilden können – nicht als starres Schema, sondern als nachvollziehbare Abfolge von Verkaufsphasen, die für alle Beteiligten transparent ist.

Nur so lassen sich Verkaufschancen realistisch einschätzen und priorisieren.

Angebotsprozesse als kritischer Erfolgsfaktor

Im Unterschied zu vielen Dienstleistungsmodellen sind Angebote in der Fertigung selten standardisiert. Preise, Konfigurationen und Lieferumfänge variieren je nach Projekt.
Ein CRM muss deshalb zumindest die strukturierte Verwaltung von Angeboten unterstützen: Status, Versionen, Nachverfolgung und Zuordnung zum jeweiligen Deal.

Fehlt diese Struktur, gehen Angebote verloren oder werden nicht konsequent nachverfolgt – mit direkten Auswirkungen auf Umsatz und Planung.

Automatisierungen zur Entlastung von Vertrieb und Innendienst

Lange Verkaufszyklen bedeuten viele kleine Aufgaben: Follow-ups, Erinnerungen, interne Übergaben. Ohne Unterstützung entstehen schnell Medienbrüche und manuelle Fehler. Ein CRM sollte hier helfen, wiederkehrende Aufgaben zu automatisieren, ohne die Prozesse unnötig zu verkomplizieren. Automatisierung ist kein Selbstzweck, sondern soll Teams entlasten und Verlässlichkeit schaffen.

Reporting und Forecast als Grundlage für Entscheidungen

Für Fertigungsunternehmen ist Transparenz nicht nur für den Vertrieb wichtig, sondern auch für Planung und Steuerung. Ein CRM muss hier aussagekräftige Auswertungen ermöglichen – etwa zur Pipeline, zu Abschlusswahrscheinlichkeiten oder zur Entwicklung von Verkaufschancen. Diese Informationen bilden die Grundlage für realistische Forecasts und fundierte Entscheidungen.

Integrationsfähigkeit als Mindestanforderung

E-Mail, Kalender und weitere Tools gehören zum Arbeitsalltag. Ein CRM sollte sich daher unabhängig vom Anbieter nahtlos in bestehende Abläufe einfügen, statt neue Insellösungen zu schaffen.

DSGVO als Pflicht, nicht als Zusatz

Für Unternehmen im deutschsprachigen Raum ist Datenschutz kein optionales Thema. Ein CRM muss sich DSGVO-konform einsetzen lassen, inklusive klarer Rollen- und Rechtekonzepte sowie definierter Lösch- und Aufbewahrungsregeln. Diese Anforderungen sollten vor der Einführung geprüft und organisatorisch verankert werden.

HubSpot CRM im Fertigungsumfeld

HubSpot CRM versteht sich als zentrales System für die Verwaltung von Kundenbeziehungen und Vertriebsprozessen. Im Kern geht es darum, Kontakte, Unternehmen und Verkaufschancen in einer gemeinsamen Datenbasis zusammenzuführen und für alle beteiligten Teams transparent zu machen. Gerade im Fertigungsumfeld, in dem viele Informationen über einen langen Zeitraum entstehen, ist diese zentrale Struktur ein entscheidender Vorteil. Statt Daten in einzelnen Tools, E-Mail-Postfächern oder Tabellen zu verteilen, bietet ein CRM wie HubSpot einen gemeinsamen Bezugspunkt für alle vertriebsrelevanten Informationen.

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Strukturierte Abbildung von Deals und Verkaufsphasen

Ein zentrales Element des HubSpot CRM ist die Arbeit mit Deals und Pipelines. Verkaufschancen lassen sich einzelnen Unternehmen zuordnen und durch definierte Phasen führen.
Für Fertigungsunternehmen bedeutet das: Auch längere Verkaufszyklen mit mehreren Abstimmungen bleiben nachvollziehbar. Vertriebsteams sehen jederzeit, in welchem Stadium sich eine Anfrage befindet und welche nächsten Schritte anstehen.

Diese Transparenz ist besonders wichtig, wenn mehrere Personen am Verkaufsprozess beteiligt sind – etwa Außendienst, Innendienst oder Vertriebsleitung.

Unterstützung des Vertriebsalltags durch Automatisierungen

Im Alltag entstehen viele wiederkehrende Aufgaben: Follow-ups nach Angeboten, Erinnerungen an offene Schritte oder interne Übergaben. HubSpot CRM ist darauf ausgelegt, solche Routineaufgaben zu strukturieren und – in einem definierten Rahmen – zu automatisieren. Ziel ist es nicht, Prozesse zu verkomplizieren, sondern Verlässlichkeit und Nachvollziehbarkeit im Vertriebsalltag zu schaffen.

Gerade bei langen Verkaufszyklen hilft diese Unterstützung, den Überblick zu behalten und keine Verkaufschance aus dem Blick zu verlieren.

Reporting als Grundlage für Steuerung und Planung

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Auswertung von Vertriebsdaten. HubSpot CRM ermöglicht es, Verkaufschancen, Pipelines und Aktivitäten auszuwerten und damit eine bessere Entscheidungsgrundlage zu schaffen. Für Fertigungsunternehmen ist diese Transparenz nicht nur für den Vertrieb relevant, sondern auch für die übergeordnete Planung – etwa bei der Einschätzung von Auftragseingängen oder der Entwicklung einzelner Märkte.

Einordnung: Stärken und Grenzen im Fertigungsumfeld

HubSpot CRM eignet sich besonders für Fertigungsunternehmen, die ihre Vertriebsprozesse klar strukturieren, zentralisieren und messbarer machen wollen. Die Stärke liegt in der Übersicht über Kundenbeziehungen und Verkaufschancen sowie in der Unterstützung eines datenbasierten Vertriebsansatzes.

Gleichzeitig ist wichtig zu verstehen, was HubSpot CRM nicht ist: kein spezialisiertes Fertigungs- oder ERP-System und kein Werkzeug, das komplexe Produkt- oder Angebotskonfigurationen im Kern abbildet. Solche Anforderungen müssen – falls relevant – über Prozesse oder ergänzende Systeme berücksichtigt werden.

monday.com CRM: Flexibles CRM für prozessgetriebene Teams

monday.com CRM verfolgt einen anderen Ansatz als klassische CRM-Systeme. Statt ein fest vorgegebenes CRM-Modell zu liefern, ist das CRM ein Anwendungsfall innerhalb der monday.com Work-Management-Plattform. Der Fokus liegt darauf, Prozesse visuell darzustellen und flexibel an die eigene Arbeitsweise anzupassen. Für Fertigungsunternehmen ist dieser Ansatz vor allem dann interessant, wenn Vertriebsprozesse stark mit internen Abläufen verzahnt sind und sich nicht sauber in ein starres CRM-Schema pressen lassen.

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CRM als Teil eines Work-Management-Systems

Im Kern basiert monday.com CRM auf konfigurierbaren Boards, in denen Leads, Deals oder Kunden als Einträge geführt werden. Statusfelder bilden Verkaufsphasen ab, zusätzliche Spalten können Informationen wie Ansprechpartner, Verantwortlichkeiten oder nächste Schritte enthalten. Diese Struktur erlaubt es, CRM-Prozesse sehr individuell zu gestalten. Unternehmen entscheiden selbst, wie ihre Pipeline aussieht, welche Informationen relevant sind und wie Übergaben zwischen Teams erfolgen.

Hohe Flexibilität bei Prozessen und Workflows

Eine der zentralen Stärken von monday.com CRM ist die Nähe zu internen Workflows. Vertriebsprozesse lassen sich direkt mit Aufgaben, Abstimmungen oder Projektphasen verknüpfen. Gerade in der Fertigung, wo Angebote häufig Rückfragen, interne Freigaben oder technische Klärungen erfordern, kann diese Flexibilität ein Vorteil sein. Automatisierungen unterstützen dabei wiederkehrende Abläufe, etwa die Zuweisung von Verantwortlichen oder Erinnerungen bei Statusänderungen. Hier entsteht der Nutzen nicht durch Komplexität, sondern durch saubere Prozessdefinition.

Visualisierung statt klassischer CRM-Logik

monday.com CRM legt großen Wert auf visuelle Übersicht. Pipelines, Status und Fortschritte sind auf einen Blick erkennbar. Für Teams, die bisher mit Tabellen oder projektorientierten Tools gearbeitet haben, kann das den Einstieg erleichtern und die Akzeptanz erhöhen. Gleichzeitig bedeutet dieser Ansatz, dass CRM-Strukturen bewusst aufgebaut werden müssen. monday.com liefert kein vordefiniertes Vertriebsmodell, sondern einen Rahmen, der ausgefüllt werden will.

Einordnung: Wann monday.com CRM sinnvoll ist – und wann nicht

monday.com CRM eignet sich besonders für Fertigungsunternehmen, die:

  • CRM eng mit internen Prozessen verbinden möchten
  • individuelle Abläufe abbilden wollen
  • Wert auf Transparenz und visuelle Steuerung legen

Weniger geeignet ist das System, wenn ein Unternehmen ein stark standardisiertes CRM mit klarer Branchenlogik oder tief integrierter Angebots- und Produktkonfiguration erwartet. Diese Anforderungen müssen in monday.com bewusst modelliert oder durch zusätzliche Systeme ergänzt werden.

Vtiger CRM for Manufacturing: Fokus auf Angebote und Produktlogik

Vtiger verfolgt einen anderen Ansatz als HubSpot oder monday.com. Mit „CRM for Manufacturing“ positioniert sich Vtiger ausdrücklich als Lösung für produzierende Unternehmen, bei denen der Angebots- und Verkaufsprozess selbst im Mittelpunkt steht. Der Fokus liegt weniger auf maximaler Flexibilität oder einem offenen Work-Management-Ansatz, sondern auf der strukturierten Abbildung typischer Fertigungs- und Vertriebsprozesse.

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Angebotsprozesse als zentrales Element

In vielen Fertigungsunternehmen ist der Angebotsprozess der kritischste Teil des Vertriebs. Angebote bestehen aus mehreren Positionen, variieren je nach Kundenanforderung und durchlaufen häufig mehrere Abstimmungsrunden. Vtiger CRM ist darauf ausgelegt, Angebote als festen Bestandteil des Vertriebsprozesses zu behandeln und eng mit Leads und Deals zu verknüpfen.

Damit eignet sich das System besonders für Unternehmen, bei denen Angebote nicht nur ein Zwischenschritt sind, sondern ein eigenständiger, strukturierter Prozess.

Abbildung von Produkt- und Preislogiken im CRM-Kontext

Vtiger hebt hervor, dass sich innerhalb des CRM Produkt- und Preislogiken abbilden lassen, um Angebotsprozesse zu unterstützen. Das unterscheidet die Lösung von eher generischen CRM-Systemen, bei denen dieser Aspekt häufig nur rudimentär berücksichtigt wird.

Wichtig ist dabei die Einordnung: Vtiger ersetzt kein ERP-System, sondern erweitert das CRM um fertigungstypische Vertriebslogiken. Die Stärke liegt in der Nähe zum Verkaufsprozess, nicht in der Produktionsplanung.

Kombination von Vertrieb, Marketing und Support

Ein weiterer Aspekt der Vtiger-Plattform ist die Zusammenführung von Sales-, Marketing- und Support-Funktionen in einem System. Für Fertigungsunternehmen kann das dann relevant sein, wenn Kundenbeziehungen über den reinen Verkaufsabschluss hinaus begleitet werden sollen – etwa bei Rückfragen, Servicefällen oder langfristigen Kundenbindungen.

Einordnung: Wann Vtiger CRM sinnvoll ist – und wann nicht

Vtiger CRM eignet sich besonders für Fertigungsunternehmen, die:

  • einen stark angebotsgetriebenen Vertriebsprozess haben
  • Produkt- und Preislogiken früh im CRM abbilden möchten
  • eine branchennah ausgerichtete CRM-Struktur bevorzugen

Weniger geeignet ist Vtiger für Unternehmen, die maximale Prozessfreiheit oder ein visuelles Work-Management erwarten. Auch als Ersatz für ein vollwertiges ERP-System ist das CRM nicht konzipiert.

Welche Lösung passt zu welchem Fertigungsunternehmen?

Der Vergleich zeigt es gibt nicht das eine „richtige“ CRM für Fertigungsunternehmen. Entscheidend ist, welche Prozesse im Vertriebsalltag im Mittelpunkt stehen und wie stark diese standardisiert oder individuell geprägt sind.

HubSpot CRM eignet sich besonders für Fertigungsunternehmen, die ihre Vertriebsprozesse klar strukturieren, zentral steuern und besser messbar machen wollen. Der Fokus liegt auf Transparenz über Kundenbeziehungen, Verkaufschancen und Aktivitäten – insbesondere dann, wenn mehrere Teams oder Standorte beteiligt sind.

monday.com CRM passt gut zu Unternehmen, die CRM eng mit internen Abläufen verknüpfen möchten. Wenn Vertriebsprozesse stark mit Abstimmungen, Aufgaben oder projektähnlichen Strukturen verbunden sind und bewusst flexibel bleiben sollen, spielt monday.com seine Stärken aus.

Vtiger CRM ist vor allem dann eine sinnvolle Option, wenn der Angebotsprozess selbst im Zentrum des Vertriebs steht. Unternehmen mit variantenreichen, erklärungsbedürftigen Produkten profitieren von einer CRM-Logik, die Angebote und produktnahe Informationen früh und strukturiert berücksichtigt.


HubSpot CRM vs. monday.com CRM vs. Vtiger CRM im Überblick

KriteriumHubSpot CRMmonday.com CRMVtiger CRM
GrundausrichtungZentrales CRM für Vertrieb & KundenbeziehungenFlexibles CRM innerhalb eines Work-Management-SystemsBranchennahes CRM mit Fokus auf Fertigung
Typischer EinsatzStrukturierung und Steuerung von VertriebsprozessenAbbildung individueller Vertriebs- und ProzessabläufeAngebots- und vertriebsnahe Prozesse in der Fertigung
Umgang mit langen Sales-ZyklenAbbildung über Deals und VerkaufsphasenFrei modellierbar über Status und WorkflowsStark angebotsorientiert
AngebotsprozesseGrundlegende Abbildung im CRM-KontextIndividuell modellierbarZentrales Element des Systems
Produkt- & PreislogikenNicht KernbestandteilNicht KernbestandteilExplizit vorgesehen
Prozess-FlexibilitätStrukturierend, klar definiertSehr hochEher vorgegeben
Transparenz & ReportingZentrale Übersicht über Deals & AktivitätenAbhängig vom individuellen SetupIntegrierte vertriebsnahe Auswertungen
Nähe zu internen WorkflowsFokus auf CRM-ProzesseSehr hoch (Tasks, Projekte, Abstimmungen)Mittel
Typischer FitSkalierende Fertigungsunternehmen mit klaren VertriebsprozessenProzessgetriebene Teams mit individuellen AbläufenFertigungsunternehmen mit komplexen Angebotsprozessen



Der Vergleich zeigt deutlich, dass sich die drei Systeme weniger durch einzelne Funktionen unterscheiden, sondern durch ihre grundsätzliche Herangehensweise an CRM-Prozesse. Während HubSpot CRM auf Struktur und Transparenz setzt, bietet monday.com maximale Flexibilität bei der Modellierung von Abläufen. Vtiger CRM wiederum adressiert gezielt den angebotsgetriebenen Vertriebsalltag in der Fertigung.

DSGVO & Datenhaltung im CRM-Alltag

Für Fertigungsunternehmen im deutschsprachigen Raum ist Datenschutz kein optionales Thema, sondern eine verbindliche Voraussetzung bei der Auswahl und Nutzung eines CRM-Systems. Da CRMs personenbezogene Daten von Kunden, Ansprechpartnern und Partnern verarbeiten, unterliegen sie unmittelbar den Anforderungen der DSGVO. Unabhängig vom Anbieter sollten Unternehmen vor der Einführung eines CRM-Systems sicherstellen, dass ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) abgeschlossen wird und klare Rollen- und Rechtekonzepte definiert sind. Ebenso wichtig sind transparente Regelungen zur Datenlöschung und Aufbewahrung, insbesondere bei inaktiven Kontakten oder abgeschlossenen Geschäftsbeziehungen.

Entscheidend ist dabei weniger das Tool selbst als die organisatorische Umsetzung. Ein CRM kann nur dann DSGVO-konform eingesetzt werden, wenn Prozesse, Verantwortlichkeiten und Zugriffsrechte intern sauber geregelt sind. Hier kannst du in einem Leitfaden alles zur DSGVO-konformen Nutzung eines CRMs von HubSpot nachlesen.

Häufige Fragen zum CRM-Vergleich in der Fertigung

Brauchen Fertigungsunternehmen ein spezielles CRM oder reicht ein allgemeines System aus?

Das hängt weniger von der Branche als von den Prozessen ab. Unternehmen mit stark angebotsgetriebenem Vertrieb haben andere Anforderungen als Betriebe mit klar standardisierten Verkaufsabläufen.

Worauf sollten Fertigungsunternehmen beim CRM-Vergleich besonders achten?

Entscheidend sind Transparenz über lange Verkaufszyklen, ein sauberer Umgang mit Angeboten sowie die Frage, wie flexibel oder standardisiert Vertriebsprozesse abgebildet werden sollen.

Welche Rolle spielen Angebotsprozesse bei der CRM-Auswahl?

In der Fertigung sind Angebote oft komplex und individuell. Je zentraler dieser Prozess für den Vertrieb ist, desto wichtiger wird eine CRM-Struktur, die Angebote konsequent nachverfolgbar macht.

Ist ein flexibles CRM immer die bessere Lösung?

Nicht zwingend. Hohe Flexibilität kann hilfreich sein, erfordert aber klare Prozesse. Unternehmen mit etablierten Abläufen profitieren oft stärker von strukturierten CRM-Systemen.

Sollte ein CRM in der Fertigung eher Vertrieb oder Organisation unterstützen?

Idealerweise beides – mit klarem Schwerpunkt. Die Entscheidung sollte davon abhängen, ob das größte Optimierungspotenzial im Vertriebsprozess selbst oder in der internen Abstimmung liegt.



Fazit

Der Vergleich zeigt deutlich: CRM-Systeme für Fertigungsunternehmen unterscheiden sich weniger durch einzelne Funktionen als durch ihre grundsätzliche Ausrichtung. Entscheidend ist nicht, welches Tool die längste Feature-Liste hat, sondern welches System zur tatsächlichen Vertriebsrealität eines Unternehmens passt. HubSpot CRM richtet sich an Unternehmen, die ihre Vertriebsprozesse klar strukturieren, zentralisieren und transparenter steuern möchten. monday.com CRM bietet besonders viel Spielraum für individuelle Abläufe und eignet sich dort, wo CRM eng mit internen Prozessen verzahnt ist. Vtiger CRM adressiert gezielt Fertigungsunternehmen, bei denen Angebots- und Produktlogiken eine zentrale Rolle im Vertriebsalltag spielen.

Eine fundierte CRM-Entscheidung beginnt daher nicht mit dem Tool, sondern mit der Frage, wie Vertrieb im eigenen Unternehmen organisiert ist. Wer diese Ausgangslage ehrlich analysiert, findet auch das CRM-System, das langfristig unterstützt – statt zusätzliche Komplexität zu schaffen.

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