Corporate Podcast zur Markenbildung

Corporate Podcast zur Markenbildung

Lohnt sich ein Corporate Podcast für mein Unternehmen? Podcasting kommt auch in Unternehmen immer mehr auf die Tagesordnung. Trotz großer Beliebtheit und Interesse bleibt am Ende oft die Frage, ob sich ein eigener Podcast für die Marke oder das Unternehmen wirklich lohnt. In diesem Beitrag wollen wir uns die Vor- und Nachteile eines Corporate Podcast mal genauer anschauen. Podcast stehen bei Internetusern immer höher im Kurs und ersetzen bei vielen quasi die Radioshow unterwegs auf dem Smartphone. In den USA erreichen verschiedenste Podcastsender und -shows bereits Millionen Hörer über das Internet. Mit dem Smartphone in der Hosentasche ist es uns möglich, Podcasts nicht nur von überall aus zu hören, sondern auch nebenher, während wir etwas anderes tun.

Audioinhalte in der Markenkommunikation

Audioinhalte werden für die Markenkommunikation immer wichtiger. Der Unternehmensalltag hat sich mit der weltweiten Pandemie für viele verändert. Aber nicht nur das, auch die Kommunikation wurde gewaltig durchgerüttelt. Gerade in der Markenkommunikation mussten neue teils neue Wege gefunden werden, um mit Kunden und Zielgruppe in Kontakt zu treten. Unternehmen mussten sich ganz neu der Frage stellen, über welches Medium sie ihre Nutzer und Kunden am effektivsten erreichen. Die Thematik und Diskussion um Audioinhalte hat sich im letzten Jahr rasant entwickelt. Radio, aber auch Podcast gaben Unternehmen einen Reichweiten starken Touchpoint mit ihrer Zielgruppe. Audioinhalte beweisen nicht nur in dieser Zeit eine hohe Flexibilität, aber auch Innovationskraft im Gegensatz zu anderen Medien.

Podcast kurz erklärt

Podcast ist längst kein neues Medium mehr. Klären wir trotzdem einmal kurz, was ein Podcast im Allgemeinen ist. Der Begriff Podcast setzt sich zusammen aus Pod “Playable on demand”, was so viel bedeutet wie auf Abruf abspielbar und Cast stammend von “Broadcast” übersetzt Rundfunksendung. Ein Podcast ist nichts anderes als eine Sammlung einzelner Beiträge auch als Episoden oder Folgen bezeichnet. Sowohl Audio- als auch Videoformate können für einen Podcast eingesetzt werden. Das Entscheidende dabei ist die Anbindung an einen Feed, worüber Hörer diesen letztlich abonnieren können. Passende Podcast Applikationen stellen diese dem Hörer zum online, aber auch offline hören bereit.

Grundsätzlich werden Podcast kostenlos zur Verfügung gestellt. Oftmals finanzieren diese sich durch Werbung oder Plattform abhängig auch durch Abonnementeinnahmen. Der Themen Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt, du kannst über alles, was deine Zielgruppe interessiert, Podcast Episoden aufnehmen und veröffentlichen.

Zusammengefasst:

  • Sammlung einzelner Folgen und Episoden
  • Audi- und Videoformat
  • kann über einen Feed abonniert werden
  • grundsätzlich kostenlos, Querfinanzierung über Werbung und Abonnements möglich.
  • Hörerschaft in jedem Bereich möglich

Was ist ein Corporate Podcast?

Mit der großen Beliebtheit von Podcast stellen sich natürlich auch immer mehr Unternehmen und Marketingverantwortliche die Frage, ob man sich dieses Medium nicht zunutze machen kann. Ein Corporate Podcast ist ein Podcast Format, das gezielt von einem Unternehmen und Marke betrieben wird. Mit einem eigenen Podcast erweitern viele Unternehmen gezielt ihren Marketingmix. Ziel ist es, noch mehr Aufmerksamkeit und Relevanz bei der eigenen Zielgruppe zu erlangen. Aber nicht nur das, ein Corporate Podcast oder auch als Unternehmenspodcast bezeichnet kann ebenso das Employer Branding nachhaltig beeinflussen beispielsweise um neue Mitarbeiter anzuwerben.

Ein Corporate Podcast kann aber auch unternehmensintern eine tragende Rolle spiele, um Beteiligte und Angestellte zu informieren oder auch zu unterhalten. Du siehst, ein Podcast kann auch im Unternehmskontext ein interessantes und wichtiges Medium sein. Inwiefern hast du dich schon mit dem Thema Corporate Podcast für deine Marke und Unternehmung auseinandergesetzt?

Was spricht für einen Corporate Podcast?

Es gibt bereits unzählige Corporate Podcast von Marken am Markt. Nichtsdestotrotz hat man auch heute noch die Chance, als Neueinsteiger die Hörer zu erreichen. Für den Podcast spricht die Einfachheit des Konsums, man abonniert einen Podcastsender und bekommt so automatisch neue Folgen ausgespielt. Ich muss nicht erst eine Website oder Blog öffnen, um Neuigkeiten zu konsumieren, Podcast kann ich mir herunterladen und offline unterwegs anhören. Somit kann ein Corporate Podcast zeit- und ortsunabhängig konsumiert werden.

Ein klarer Vorteil in der heutigen Zeit bedenkt man, das wir eh schon viele Stunden am Tag damit verbringen, auf einen Bildschirm zu schauen. Im Internet gilt meist die Regel, das derjenige schneller gefunden wird, der überall auffindbar ist. Wir wissen alle ganz genau, dass man nicht über all Vertreten sein kann und es letztlich auch gar keinen Sinn macht.

Podcast wird zwar immer beliebter und auch immer mehr Unternehmen machen sich dies zunutze, jedoch ist der Markt noch nicht so hart umkämpft, das Reichweite und Sichtbarkeit unerreichbar sind. Ebenso spricht eine stetig wachsende Zielgruppe für einen Unternehmenspodcast. Gerade um Podcast Plattformen bilden sich eine sehr kaufkräftige Community. Hierbei ist der Kontaktpunkt, der innerhalb der Customer Journey mit einem Corporate Podcast geschaffen wird, das Entscheidende. Dieser Punkt spielt besonders für die Markenbildung eine wesentliche Rolle. Neben der Markenbildung kann über einen Podcast aber auch der eigene Expertenstatus weiter ausgebaut werden. Auch dies ist ein nicht unerheblicher Punkt, der für einen Corporate Podcast im Unternehmenskontext spricht.

Zahlen und Fakten

Quelle: RMS Podcaststudie 2021 veröffentlicht 03/21

*Hier kannst du dir die ganze Studie ansehen oder als pdf herunterladen. *externer Link

70 % akzeptieren Werbung Podcast generell
69 % akzeptieren Werbung, damit ein Podcast kostenfrei angeboten werden kann
77 % der Podcasthörer geben an, mind. Wöchentlich zu hören
72 % hören Podcast über das Smartphone
64 % hören Podcast über das Smartphone mit Kopfhörern
54 % weibliche Zuhörer
47 % der Podcasthörer sind angestellt u. voll berufstätig
82 % hören Podcast konzentriert zu Hause
35 % hören im Auto
30 % beim Spazieren gehen
28 % hören im ÖPNV
20 % beim Sport / Fitnessstudio
57 % wollen sich informieren
46 % Etwas lernen
32 % wollen unterhalten werden
90 % der Podcast Hörer würden Urlaubsreisen online buchen

Wer hört heutzutage Podcast?

Die Zahlen der Podcasthörer steigt auch in Deutschland stetig an. Gerade bei jüngeren Menschen ist das Medium Podcast stark bliebt und macht es somit zu einem interessanten Marketingkanal für Unternehmen. Wie bereits schon fest gestellt, können Podcast zu ganz verschiedenen Kommunikationszwecken eingesetzt werden. Besonders bei einer jungen Zielgruppe sind Podcast sehr beliebt, da sie Audioformate über das Smartphone von überall aus hören können. Die Flexibilität im Konsum von Content in Audioform spricht gerade die an die viel unterwegs sind, aber stets einen hohen Wissensdrang haben. Podcast zeichnet besonders die Vielfältigkeit aus. Nutzer und Konsumenten haben heute viele Interessen und Bedürfnisse, sie wollen lernen, verstehen, aber auch unterhalten werden.

Neben einer jungen, modernen und sehr aufgeschlossenen Zielgruppe zieht der Podcast auch vor allem gebildete, gut verdienende und damit ein Kaufkräftiges Klientel an. Somit eigentlich die Perfekte Ausgangslage für einen Corporate Podcast in deinem Unternehmen. Allerdings ist es nicht ganz so simple, wie es vielleicht den ersten Eindruck erwägt. Man nimmt ein paar Audiospuren auf, veröffentlich diese und hat damit neue Kunden gewonnen, schön wäre es. Einen Corporate Podcast genauso wie ein Podcast im Allgemeinen betreiben ist Arbeit, dahinter steckt ebenso wie in anderen Content Formaten ein Aufwand der Ressourcen braucht.

Corporate Podcast Planung und Konzeption

Die Anforderungen an die Professionalität und Qualität von Content steigt stetig, das gilt auch für Podcast. Audio- und Videoformate sind aus unserem Marketing Maßnahmen nicht mehr wegzudenken. Die Richtung geben bereits Formate wie Snapchat, Instagram Stories oder jetzt auch Clubhouse mit reinen Audioinhalten ganz klar vor. Langfristiger Erfolg und Markenbildung über einen Podcast muss gut geplant und durchdacht sein. Um einen Podcast zu starten, braucht es erst mal gar nicht so viel. Die technischen Anforderungen sollten dich am Anfang auch gar nicht so sehr abschrecken. Wichtig ist, zuerst ein passendes Konzept zu erarbeiten. Lege fest, welche Zielgruppe du erreichen möchtest.

Mach dich vertraut mit der Community der Podcast hörenden und den einzelnen Plattformen. Du kannst deinen Podcast auf mehrere Plattformen veröffentlichen, um so noch mehr Reichweite zu generieren und damit deinen Hörern mehr Flexibilität geben. Im nächsten Schritt legst du fest, welches Ziel verfolgt werden soll. Ebenso wichtig in der Phase der Konzeption ist das Budget und die Ressourcen, die du für dieses Projekt und Marketing Maßnahme aufwenden kannst. Steht Konzept und Planung für die Inhalte fest, kann es auch schon losgehen.

Ein passender Hoster und Dienstleister ist schnell gefunden, alles was du noch brauchst ist ein Gerät mit dem du die Audioaufnahmen machen kannst.

Podcastaufnahmen gehen mittlerweile mit gängigen Smartphone Modellen, diese bringen oft von Hause aus schon ein gutes Mikro mit. Allerdings solltest du dich langfristig trotzdem nach etwas besseren Equipment wie einem Mikrofon umsehen. Das muss gar nicht mal teuer sein, du findest schon etwas Gutes im unteren Preissegment. Die letzte wichtige Frage, mit wie vielen Folgen kann ich starten? Also, im Prinzip kannst du mit genau einer Folge starten. Das ist das, was die meisten Podcast Plattformen verlangen. Es empfiehlt sich trotzdem zu Beginn eine Art Lauschphase vorzubereiten und dafür gleich mehrere Folgen in ganz kurzen Abständen zu veröffentlichen. Hörer, dessen Interesse mit der ersten Folge geweckt ist, wollen im Zweifel direkt die nächste anhören, darauf solltest du vorbereitet sein.

Das richtige Thema finden

Ein passendes Thema zu finden, das die Zielgruppe interessiert und anspricht, ist eine Herausforderung. Wichtig ist zu verstehen, dass es auch bei einem Corporate Podcast gar nicht so sehr um den Podcast-Host oder auch Ersteller geht. Das, was ein Podcast interessant für den Hörer macht, ist nur der Inhalt. Schaffst du es, mit deinem Thema das Interesse eines Hörers zu gewinnen, wird er vermutlich auch langfristig zum Abonnent und Hörer. Wir sprechen hier von interessanten Themen und Inhalten, die dem Hörer einen Mehrwert bieten und die ihn Unterhalten. Wie auch bei anderen Content Marketing Maßnahmen geht es nicht darum, diese Plattform mit reinen Werbeinhalten zum Unternehmen zu bespielen.

Reichweite aufbauen

Reichweite mit einem Podcast generieren bedeutet vor allem eins Zeit investieren. Einen Corporate Podcast im Unternehmen zu starten bedeutet, Mittel und Ressourcen für ein mittel- bis langfristiges Ziel bereitzustellen. Es ist eher unwahrscheinlich, dass die Abonenntenzahlen von Beginn an rasant steigen werden. Sichtbarkeit und Reichweite müssen sich über die Zeit hinweg mit Beständigkeit, Ausdauer und vor allem Qualität entwickeln. Wichtig ist es, einen Podcast gleich zu Beginn bekannt zu machen und Follower und Nutzer daran teilhaben zu lassen. Der Corporate Podcast kann über die eigene Website, den Blog oder auch das Teilen über andere soziale Netzwerke beworben werden.

Dienste und Anbieter für Podcasting

Dein Podcast braucht eine technische Umgebung eines Hosters, bei dem alle Dateien gespeichert sind. Von diesem aus werden die diversen Plattformen bespielt. Zum Verständnis jede Episode wird ein RSS-Feed zugewiesen, diesen bindest du dann auf der jeweiligen Plattform ein und diese rufen dann neue Folgen automatisch ab.

Plattformen:

  • Deezer
  • Spotify
  • SoundCloud
  • iTunes
  • Spotify
  • Acast
  • und weitere …

Mögliche Dienstleister u. Hoster:

  • Podcast.de
  • Chimpify
  • Podigee
  • und weitere …

Content Marketing mit Audioformaten

Mit dem richtigen Content und Medium können wir Markeninhalte und Botschaften gezielt an den Nutzer ausspielen. Stimmen und Töne können eine besondere Nähe und Verbindung schaffen. Podcast Inhalte sollten sehr persönlich auf den Hörer wirken eine direkte Ansprache kann diese empfundene Vertrautheit zwischen Marke und Nutzer nachhaltig stärken. Hörer nehmen in dem Kontext eingesprochene Werbeinhalte ganz anders auf. Ihre Toleranzgrenze ist entgegen bei anderen Medien hier größer. Hörer nehmen gerade Werbeinhalte oder Empfehlungen, die beispielsweise in der Mitte oder der zweiten Hälfte der Podcast Episode weniger störend auf.

Trendige Podcast Beispiele

  • Tschibo: “5 Tassen täglich”
  • Audi: Mitarbeiter Podcast – “Podcast für Audianer”
  • AOK: “Morphium & Ingwer”
  • DATEV: “Hörbar Steuern”
  • Hornbach: “Werkstattgespräche”
  • Mikros: Nachhaltigkeits-Podcast – “Churt und Rüebli”
  • Otto: “O-Ton”
  • Peak & Cloppenburg: “Gesprächsstoff”
  • Robert Bosch: “From Knowhow to Wow”
  • uvm.

Schreib gerne deine Beispiele und gern gehörten Podcastsender in die Kommentare, dann können wir die Liste gemeinsam weiterführen und uns gegenseitig inspirieren.

Fazit

Wir können zum Abschluss festhalten, dass Podcast ein sehr persönliches und nahbares Medium in der Markenbildung sein kann. Gerade wenn es darum geht, einen Kontaktpunkt zur Zielgruppe zu finden, aber auch für die unternehmensinterne Kommunikation ist es ein tolles Medium. Stimmen und Klänge können zwischen Unternehmen und Nutzer eine ganz besondere Verbindung schaffen, da sie noch mal etwas persönlicher und vertrauter wirken als beispielsweise ein textbasierter Inhalt. Es gibt viele Punkte und gute Gründe, die für einen Unternehmenspodcast sprechen, jedoch sollte der Aufwand und benötigten Ressourcen bedacht werden. Lass uns gerne gemeinsam in den Austausch gehen. Was hältst du von dem Medium Podcast? Spielen Audioinhalte für dich bereits eine große Rolle?

Hast du noch Fragen?

Wie immer freue ich mich auf den Austausch mit dir, gerne in den Kommentaren oder per Mail über meinen Kontakt.

Bleib gesund!

Alex

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