Startseite » Digitalisierung » HubSpot CRM DSGVO-konform für Arztpraxen: So verwalten Sie Patienten- und Kundendaten sicher
Veröffentlicht in

HubSpot CRM DSGVO-konform für Arztpraxen: So verwalten Sie Patienten- und Kundendaten sicher

HubSpot CRM DSGVO Arztpraxis

HubSpot CRM kann in Arztpraxen DSGVO-konform eingesetzt werden. Entscheidend ist jedoch die richtige Nutzung. Sensible Gesundheitsdaten dürfen nicht unkontrolliert verarbeitet werden. Wer Daten klar trennt und Einwilligungen sauber dokumentiert, kann HubSpot rechtssicher für Marketing und Kommunikation einsetzen.

Inhalt

Wann ist ein CRM wie HubSpot in Arztpraxen überhaupt erlaubt?

Die Nutzung eines CRM-Systems wie HubSpot ist in Arztpraxen grundsätzlich erlaubt. Die DSGVO verbietet keine Softwarelösungen, sondern stellt klare Anforderungen an den Umgang mit personenbezogenen Daten. Entscheidend ist daher nicht das Tool selbst, sondern die konkrete Nutzung im Praxisalltag. In der Praxis bedeutet das, dass ein CRM für organisatorische und kommunikative Prozesse eingesetzt werden kann. Dazu gehören beispielsweise Terminanfragen, Rückfragen von Patienten oder die Verwaltung von Kontaktdaten. Sobald jedoch sensible Gesundheitsdaten verarbeitet werden, greifen deutlich strengere Vorgaben. Diese Daten dürfen nur unter klar definierten rechtlichen Voraussetzungen verarbeitet werden.

Unterschied zwischen Kontaktdaten und Gesundheitsdaten

Ein zentraler Punkt ist die klare Trennung der Datenarten. Nicht jede Information, die in einer Arztpraxis anfällt, unterliegt automatisch den strengsten Datenschutzregeln.

  • Kontaktdaten wie Name, E-Mail-Adresse oder Telefonnummer können unter bestimmten Voraussetzungen im CRM gespeichert werden
  • Gesundheitsdaten wie Diagnosen, Befunde oder Behandlungsinformationen unterliegen besonderen Schutzvorschriften

Diese Unterscheidung ist entscheidend für die rechtssichere Nutzung von HubSpot. Ein CRM ist kein Ersatz für eine spezialisierte Praxissoftware und sollte auch nicht dafür genutzt werden.

Wann die Nutzung rechtlich problematisch wird

Kritisch wird der Einsatz eines CRM immer dann, wenn Daten ohne klare Rechtsgrundlage verarbeitet werden. Das betrifft vor allem zwei typische Situationen im Praxisalltag.

Zum einen die Nutzung für Marketing ohne Einwilligung. Sobald Patienten beispielsweise per E-Mail kontaktiert werden, ist in der Regel eine ausdrückliche Einwilligung erforderlich. Ohne diese Zustimmung ist die Nutzung rechtlich unzulässig.

Zum anderen die Speicherung sensibler Gesundheitsdaten im CRM. Diese Daten gehören in eine geschützte Praxissoftware und nicht in ein Marketing- oder Vertriebstool wie HubSpot.

Verantwortung liegt immer bei der Praxis

Ein häufiger Irrtum ist die Annahme, dass die Verantwortung beim Anbieter der Software liegt. Tatsächlich ist jedoch die Arztpraxis selbst der sogenannte Verantwortliche im Sinne der DSGVO.

Das bedeutet, die Praxis entscheidet darüber:

  • welche Daten erhoben werden
  • wie diese verarbeitet werden
  • und zu welchem Zweck sie genutzt werden

HubSpot stellt lediglich die technische Infrastruktur bereit. Die rechtssichere Nutzung muss durch klare Prozesse, saubere Konfiguration und geschulte Mitarbeiter sichergestellt werden.

Warum Datenschutz in Arztpraxen besonders streng geregelt ist

Datenschutz spielt in jeder Branche eine wichtige Rolle. In Arztpraxen ist die Lage jedoch deutlich sensibler, weil hier regelmäßig Informationen verarbeitet werden, die weit über einfache Kontakt- oder Vertragsdaten hinausgehen. Sobald es um Angaben zum Gesundheitszustand, zu Behandlungen oder zu Diagnosen geht, bewegt sich eine Praxis in einem besonders geschützten Bereich des Datenschutzrechts.

Foto von National Cancer Institute auf Unsplash
Foto von National Cancer Institute auf Unsplash



Die DSGVO stuft Gesundheitsdaten als besondere Kategorien personenbezogener Daten ein. Für diese Daten gelten strengere Anforderungen als für gewöhnliche personenbezogene Daten. Ihre Verarbeitung ist nicht automatisch zulässig, nur weil sie im Praxisalltag anfällt. Vielmehr braucht es dafür eine klare rechtliche Grundlage und im Einzelfall zusätzliche Voraussetzungen nach Art. 9 DSGVO. Genau an diesem Punkt trennt sich saubere Datenverarbeitung von riskanter Routine.

Gesundheitsdaten sind nicht mit normalen Kontaktdaten gleichzusetzen

In vielen Unternehmen geht es im Datenschutz vor allem um Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern oder Vertragsdaten. Auch diese Informationen sind geschützt. In Arztpraxen kommt jedoch eine weitere Ebene hinzu. Gesundheitsdaten können sehr intime Rückschlüsse auf eine Person zulassen und gelten daher als besonders schützenswert. Für die Praxis bedeutet das, dass nicht jede Information in jedes System gehört. Ein Name oder eine geschäftliche E-Mail-Adresse sind datenschutzrechtlich anders zu bewerten als eine Diagnose, eine laufende Therapie oder ein medizinischer Befund. Wer diese Unterschiede im Alltag nicht sauber trennt, schafft schnell ein unnötiges Risiko. Genau deshalb ist eine klare Abgrenzung zwischen Kontaktverwaltung, Kommunikation und medizinischer Dokumentation entscheidend.

In Arztpraxen gelten neben der DSGVO zusätzliche Vertraulichkeitsanforderungen

Arztpraxen arbeiten nicht nur unter den Vorgaben der DSGVO. Hinzu kommt die ärztliche Schweigepflicht, die das Patientengeheimnis schützt. Damit entsteht in der Praxis ein Zusammenspiel aus Datenschutz, Vertraulichkeit und organisatorischer Verantwortung. Das bedeutet, dass Informationen nicht nur rechtlich korrekt verarbeitet werden müssen, sondern auch intern streng geschützt sein müssen. Prozesse müssen so gestaltet sein, dass nur berechtigte Personen Zugriff auf sensible Daten haben. Gleichzeitig muss sichergestellt sein, dass Daten nicht unkontrolliert weitergegeben oder in ungeeigneten Systemen gespeichert werden.

Hohe Anforderungen an Technik und Organisation

Datenschutz in Arztpraxen ist kein reines Dokumentationsthema. Er betrifft auch die technische und organisatorische Umsetzung im Alltag. Beim Einsatz digitaler Systeme gelten deutlich höhere Anforderungen als in vielen anderen Branchen. Für den Praxisalltag bedeutet das, dass Zugriffsrechte, Zuständigkeiten, Verarbeitungszwecke und Speicherorte klar definiert sein müssen. Datenschutz ist hier kein zusätzlicher Schritt, sondern Teil der grundlegenden Organisation. Wer diese Struktur nicht sauber aufsetzt, schafft langfristig ein erhöhtes Risiko.

Warum dieser Punkt für den Einsatz von HubSpot entscheidend ist

Die strengen Anforderungen erklären, warum der Einsatz eines CRM-Systems wie HubSpot in Arztpraxen nicht pauschal bewertet werden kann. Entscheidend ist immer, welche Daten verarbeitet werden und zu welchem Zweck. Ein System für Marketing und Kommunikation muss anders bewertet werden als eine Software zur medizinischen Dokumentation. Genau hier liegt der zentrale Unterschied. Ein CRM kann sinnvoll eingesetzt werden, solange es nicht für die Speicherung sensibler Gesundheitsdaten genutzt wird.

Wer diese Trennung konsequent umsetzt und klare Prozesse definiert, schafft die Grundlage für eine datenschutzkonforme Nutzung von HubSpot im Praxisalltag.

Ist HubSpot CRM DSGVO-konform für Arztpraxen einsetzbar?

Die zentrale Frage lässt sich nicht mit einem einfachen Ja oder Nein beantworten. HubSpot ist kein automatisch DSGVO-konformes System. Gleichzeitig ist die Nutzung in Arztpraxen grundsätzlich möglich. Entscheidend ist immer, wie das System eingesetzt wird und welche Daten darin verarbeitet werden.

🔗 Leitfaden zur DSGVO-konformen Nutzung von HubSpot

DSGVO-Konformität hängt von der Nutzung ab

Ein häufiger Fehler ist die Annahme, dass ein Tool selbst DSGVO-konform oder nicht konform ist. Tatsächlich bewertet die DSGVO jedoch nicht die Software, sondern die konkrete Verarbeitung personenbezogener Daten.

Das bedeutet für den Einsatz von HubSpot in Arztpraxen:

  • Das System kann datenschutzkonform genutzt werden
  • Gleichzeitig kann es bei falscher Nutzung zu Verstößen kommen

Die Verantwortung liegt dabei immer bei der Arztpraxis selbst.

Rolle von HubSpot als Auftragsverarbeiter

HubSpot übernimmt im datenschutzrechtlichen Sinne die Rolle eines Auftragsverarbeiters. Die Arztpraxis bleibt der Verantwortliche und entscheidet darüber, welche Daten verarbeitet werden und zu welchem Zweck.

Für die Nutzung ist daher ein Auftragsverarbeitungsvertrag erforderlich. HubSpot stellt dafür ein entsprechendes Data Processing Agreement bereit. Ohne diesen Vertrag ist der Einsatz rechtlich nicht zulässig.

Datenverarbeitung und internationale Datenübertragung

Ein zentraler Punkt bei der Bewertung von HubSpot ist die Datenverarbeitung im Hintergrund. HubSpot ist ein US-Unternehmen und nutzt eine Cloud-Infrastruktur.

Dabei gilt:

  • Daten können in der EU gespeichert werden (ab dem Starter-Tarif)
  • gleichzeitig können Datenübertragungen in Drittländer stattfinden
  • diese Übertragungen werden durch Standardvertragsklauseln abgesichert

Für Arztpraxen bedeutet das, dass dieser Aspekt bewusst geprüft und dokumentiert werden muss. Eine pauschale Aussage zur vollständigen Datenverarbeitung ausschließlich in Deutschland wäre nicht korrekt.

Wichtige Einschränkung bei Gesundheitsdaten

Der entscheidende Punkt für die Praxis ist die Art der Daten, die im CRM verarbeitet werden. HubSpot ist nicht dafür ausgelegt, sensible Gesundheitsdaten zu speichern oder zu verarbeiten.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Diagnosen
  • Behandlungsverläufe
  • medizinische Befunde

Diese Informationen gehören in spezialisierte Praxissoftware und nicht in ein CRM-System.

Wo HubSpot sinnvoll eingesetzt werden kann

Trotz dieser Einschränkungen kann HubSpot in Arztpraxen sinnvoll genutzt werden.

Vor allem in Bereichen wie:

  • Kommunikation mit Interessenten und Patienten
  • Terminanfragen
  • Marketing und Information
  • Verwaltung von Kontaktdaten

Voraussetzung ist, dass keine sensiblen Gesundheitsdaten verarbeitet werden und alle datenschutzrechtlichen Anforderungen eingehalten werden.

Klare Einordnung für die Praxis

HubSpot ist kein Ersatz für medizinische Systeme. Es ist ein Werkzeug für Marketing, Organisation und Kommunikation. Genau in diesem Rahmen kann es auch in Arztpraxen datenschutzkonform eingesetzt werden. Wer versucht, HubSpot als zentrales System für alle Patientendaten zu nutzen, überschreitet schnell die rechtlichen Grenzen. Wer das System jedoch bewusst und strukturiert einsetzt, kann davon profitieren, ohne gegen die DSGVO zu verstoßen.

Welche HubSpot-Funktionen unterstützen die DSGVO-konforme Nutzung?

HubSpot bringt eine Reihe von Funktionen mit, die eine datenschutzkonforme Nutzung unterstützen können. Entscheidend ist jedoch, dass diese Funktionen bewusst eingesetzt und richtig konfiguriert werden. Das System liefert die Werkzeuge, die Verantwortung für den richtigen Einsatz liegt weiterhin bei der Praxis.

HubSpot CRM DSGVO-konform für Arztpraxen

👉 Jetzt kostenlos HubSpot CRM testen



Kontaktmanagement als Grundlage

Das Herzstück von HubSpot ist das Kontaktmanagement. Hier werden Kontaktdaten zentral gespeichert und strukturiert verwaltet. Für Arztpraxen bedeutet das, dass grundlegende Informationen wie Name, E Mail Adresse oder Telefonnummer sauber organisiert werden können. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, individuelle Datenfelder anzulegen.

Genau an dieser Stelle entsteht jedoch auch ein Risiko. Wenn sensible Informationen unkontrolliert in benutzerdefinierten Feldern gespeichert werden, kann das schnell zu einem Datenschutzproblem führen. Deshalb gilt die klare Regel, dass nur notwendige und unkritische Daten im CRM gespeichert werden sollten.

Rollen und Berechtigungen gezielt einsetzen

Ein wichtiger Baustein für den Datenschutz ist die Zugriffskontrolle. HubSpot ermöglicht es, Rollen und Berechtigungen zu definieren und den Zugriff auf Daten gezielt zu steuern. In der Praxis bedeutet das, dass nicht jeder Mitarbeiter automatisch Zugriff auf alle Kontakte oder Informationen haben muss. Daten können gezielt freigegeben oder eingeschränkt werden.

Das hilft dabei, interne Datenschutzanforderungen umzusetzen und den Zugriff auf sensible Informationen zu minimieren. Wichtig ist jedoch, dass diese Einstellungen aktiv gepflegt werden und nicht im Standardzustand verbleiben.

Einwilligungen sauber dokumentieren

Für Marketing und Kommunikation bietet HubSpot Funktionen zur Verwaltung von Einwilligungen. Dazu gehört unter anderem das Double Opt in Verfahren für E Mail Kommunikation. Damit können Arztpraxen nachvollziehbar dokumentieren, ob und wann eine Person der Kontaktaufnahme zugestimmt hat. Das ist insbesondere für Newsletter oder Informationsmails relevant.

Wichtig ist die klare Abgrenzung. Diese Funktionen beziehen sich auf Marketing und Kommunikation. Sie ersetzen keine rechtliche Grundlage für die Verarbeitung von Gesundheitsdaten.

Cookie und Tracking bewusst einsetzen

Wenn HubSpot für Webseiten oder Landingpages genutzt wird, kommen auch Tracking und Cookies ins Spiel. HubSpot bietet dafür entsprechende Tools zur Einholung und Verwaltung von Einwilligungen.

Damit lassen sich Cookie Banner und Consent Lösungen umsetzen. Voraussetzung ist jedoch, dass diese korrekt eingerichtet sind und den tatsächlichen Einsatz von Tracking widerspiegeln. Auch hier gilt, dass die Technik nur unterstützt. Die rechtliche Verantwortung für eine korrekte Umsetzung bleibt bei der Praxis.

Daten verwalten, exportieren und löschen

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Betroffenenrechte. Die DSGVO verpflichtet Unternehmen dazu, Auskunft über gespeicherte Daten zu geben und diese auf Wunsch zu löschen oder zu korrigieren.

HubSpot bietet dafür entsprechende Funktionen. Daten können exportiert, bearbeitet oder gelöscht werden.

Das erleichtert die Umsetzung dieser Anforderungen im Alltag. Gleichzeitig muss sichergestellt sein, dass entsprechende Prozesse in der Praxis definiert sind und auch tatsächlich eingehalten werden.

Klare Einordnung für die Praxis

HubSpot stellt viele Funktionen bereit, die eine datenschutzkonforme Nutzung unterstützen können. Das bedeutet jedoch nicht, dass das System automatisch alle Anforderungen erfüllt.

Erst durch die Kombination aus

  • richtiger Konfiguration
  • klaren Prozessen
  • und bewusster Datennutzung

entsteht eine Lösung, die im Praxisalltag auch rechtssicher funktioniert.

Typische DSGVO-Fehler in Arztpraxen und wie sie vermieden werden

Datenschutzprobleme entstehen in Arztpraxen selten durch einzelne große Fehler. In den meisten Fällen sind es kleine Unsauberkeiten im Alltag, die sich summieren. Gerade beim Einsatz von Tools wie HubSpot zeigen sich typische Schwachstellen.

  • Vermischung von Daten
  • Kommunikation ohne Einwilligung
  • Speicherung sensibler Daten im CRM
  • Nutzung ohne vertragliche Grundlage
  • Fehlende interne Prozesse
  • Klare Struktur als Grundlage

Die meisten Probleme entstehen nicht durch das Tool, sondern durch fehlende Struktur. Wer Daten sauber trennt, Prozesse definiert und HubSpot bewusst einsetzt, reduziert die größten Risiken deutlich.

So nutzen Arztpraxen HubSpot DSGVO-konform im Alltag

Der Einsatz von HubSpot in Arztpraxen funktioniert dann gut, wenn klare Strukturen definiert sind. Es geht nicht darum, möglichst viele Funktionen zu nutzen, sondern die richtigen Anwendungsfälle sauber umzusetzen.

Die folgenden Best Practices zeigen, wie HubSpot im Praxisalltag sinnvoll und datenschutzkonform eingesetzt werden kann.

Klare Trennung zwischen CRM und Praxissoftware

Die wichtigste Grundlage ist die Trennung der Systeme. HubSpot sollte für Kommunikation, Organisation und Marketing genutzt werden. Medizinische Daten gehören ausschließlich in eine spezialisierte Praxissoftware.

Diese Trennung sorgt dafür, dass sensible Gesundheitsdaten nicht unnötig in Systeme gelangen, die dafür nicht ausgelegt sind. Gleichzeitig bleibt die Datenverarbeitung nachvollziehbar und strukturiert.

HubSpot gezielt für definierte Anwendungsfälle einsetzen

Ein CRM entfaltet seinen Nutzen vor allem in klar abgegrenzten Bereichen. In Arztpraxen sind das typischerweise organisatorische und kommunikative Prozesse.

Dazu gehören unter anderem:

  • Verwaltung von Kontaktdaten
  • Bearbeitung von Anfragen über die Website
  • Terminbezogene Kommunikation
  • Versand von Informationen oder Newslettern

Sobald der Einsatzbereich klar definiert ist, sinkt auch das Risiko für fehlerhafte Datennutzung.

Einwilligungen konsequent einholen und dokumentieren

Sobald Kommunikation über rein organisatorische Zwecke hinausgeht, ist eine Einwilligung erforderlich. Das betrifft insbesondere E Mail Kommunikation im Marketingkontext. Ein Double Opt in Verfahren hilft dabei, Einwilligungen nachvollziehbar zu dokumentieren. Entscheidend ist jedoch nicht nur die technische Umsetzung, sondern auch die saubere Dokumentation im Hintergrund.

Die Praxis muss jederzeit nachweisen können, wann und wofür eine Einwilligung erteilt wurde.

Zugriff und Verantwortlichkeiten im Team regeln

Datenschutz ist immer auch eine Frage der Organisation. Es sollte klar geregelt sein, wer Zugriff auf welche Daten hat und welche Aufgaben damit verbunden sind. Nicht jeder Mitarbeiter benötigt Zugriff auf alle Kontakte oder Informationen. Durch klar definierte Rollen und Berechtigungen lässt sich der Zugriff gezielt steuern. Das reduziert nicht nur Risiken, sondern sorgt auch für mehr Übersicht im Alltag.

Daten bewusst reduzieren und strukturieren

Ein häufiger Fehler ist das Sammeln möglichst vieler Informationen. Die DSGVO verfolgt jedoch einen anderen Ansatz. Es sollen nur die Daten gespeichert werden, die tatsächlich notwendig sind. Für die Praxis bedeutet das, dass Datenfelder bewusst ausgewählt und genutzt werden sollten. Freitextfelder sollten nur dann verwendet werden, wenn es wirklich erforderlich ist.

Eine klare Struktur hilft dabei, die Daten übersichtlich zu halten und unnötige Risiken zu vermeiden.

Typischer Ablauf im Praxisalltag

Ein sauberer Workflow zeigt, wie HubSpot sinnvoll eingesetzt werden kann.

Ein Patient stellt eine Anfrage über die Website. Die Kontaktdaten werden in HubSpot erfasst und für die Kommunikation genutzt. Sobald es um konkrete medizinische Informationen oder Behandlungsdetails geht, erfolgt die Weiterverarbeitung ausschließlich in der Praxissoftware. So bleibt HubSpot auf seine Rolle als Kommunikations- und Organisationssystem beschränkt, während sensible Daten geschützt im dafür vorgesehenen System verarbeitet werden.

Klare Prozesse statt technischer Einzelmaßnahmen

Am Ende entscheidet nicht die Software über die DSGVO-Konformität, sondern die Struktur dahinter. HubSpot kann diese Prozesse unterstützen, aber nicht ersetzen.

Erst wenn

  • klare Zuständigkeiten definiert sind
  • Datenflüsse nachvollziehbar sind
  • und die Nutzung im Team einheitlich erfolgt

entsteht eine Lösung, die im Praxisalltag funktioniert und gleichzeitig den Datenschutzanforderungen gerecht wird.

FAQ: HubSpot CRM und DSGVO in Arztpraxen

Darf ich Patientendaten in HubSpot speichern

Grundlegende Kontaktdaten wie Name, Telefonnummer oder E Mail Adresse können in HubSpot gespeichert werden, wenn eine passende Rechtsgrundlage vorliegt. Sensible Gesundheitsdaten sollten dagegen nicht im CRM gespeichert werden, da HubSpot nicht für die Verarbeitung medizinischer Informationen ausgelegt ist.

Ist HubSpot ein Auftragsverarbeiter

Ja, HubSpot fungiert als Auftragsverarbeiter. Die Arztpraxis bleibt der Verantwortliche im Sinne der DSGVO. Für die Nutzung ist ein Auftragsverarbeitungsvertrag erforderlich.

Wo werden die Daten gespeichert

HubSpot nutzt eine Cloud Infrastruktur. Daten können auch in der Europäischen Union gespeichert werden, gleichzeitig sind jedoch Datenübertragungen in Drittländer möglich. Dieser Punkt sollte im Rahmen der Nutzung geprüft und dokumentiert werden.

Ist HubSpot für die Verarbeitung von Gesundheitsdaten geeignet

HubSpot ist kein spezialisiertes System für medizinische Daten. Für die Verarbeitung sensibler Gesundheitsdaten sollten ausschließlich dafür vorgesehene Praxislösungen eingesetzt werden.

Kann ich HubSpot ohne zusätzliche Systeme nutzen

Für organisatorische und kommunikative Prozesse kann HubSpot eigenständig genutzt werden. Für die Verarbeitung medizinischer Daten ist jedoch eine separate Praxissoftware erforderlich.

Muss ich für Marketing E Mails eine Einwilligung einholen

Ja, für E Mail Kommunikation im Marketingkontext ist in der Regel eine vorherige Einwilligung erforderlich. Diese sollte nachvollziehbar dokumentiert werden.



Fazit: HubSpot ist möglich – aber nur mit klaren Grenzen

HubSpot kann auch in Arztpraxen sinnvoll eingesetzt werden. Vor allem in den Bereichen Kommunikation, Organisation und Marketing bietet das System klare Vorteile. Gleichzeitig ist der Einsatz mit besonderen Anforderungen verbunden, die nicht unterschätzt werden sollten. Entscheidend ist die klare Trennung der Daten. Kontaktdaten und Kommunikationsprozesse lassen sich gut im CRM abbilden. Sensible Gesundheitsdaten gehören dagegen in spezialisierte Praxissoftware und nicht in ein System wie HubSpot.

Die DSGVO-Konformität entsteht nicht durch das Tool selbst, sondern durch die Art der Nutzung. Wer Prozesse sauber definiert, Einwilligungen korrekt einholt und den Umgang mit Daten im Team klar regelt, schafft eine solide Grundlage für den Einsatz im Praxisalltag. HubSpot ist damit kein All-in-One-System für Arztpraxen, sondern ein ergänzendes Werkzeug. Richtig eingesetzt kann es Abläufe verbessern und die Kommunikation strukturieren. Ohne klare Regeln wird es jedoch schnell zum Risiko.


👉 HubSpot CRM kostenlos kennenlernen


Hast du noch Fragen?

Wie immer freue ich mich auf den Austausch mit dir, gerne in den Kommentaren oder per Mail über meinen Kontakt.

Bleib gesund!



Transparenzhinweis: Dieser Artikel ist in Kooperation mit unserem Partner HubSpot entstanden und enthält Affiliate-Links zu HubSpot. Bei einem Vertragsabschluss über diese Links erhalten wir eine Provision. Für Sie entstehen dadurch keine Mehrkosten.