
Welches kostenlose CRM eignet sich für kleine Agenturen? HubSpot vs Capsule im Vergleich
HubSpot Free CRM ist für kleine Agenturen in der Regel die strategisch stärkere Wahl, wenn strukturierte Lead-Erfassung, Deal-Pipelines und spätere Skalierung wichtig sind. Capsule eignet sich für sehr kleine Teams mit einfachen Anforderungen und begrenztem Kontaktvolumen, bietet jedoch weniger integrierte Funktionen im kostenlosen Tarif.
Inhalt
- Warum ein kostenloses CRM für kleine Agenturen strategisch entscheidend ist
- Welche Anforderungen sollte ein kostenloses CRM für kleine Agenturen erfüllen?
- Zentrale Kontakt- und Unternehmensverwaltung
- Transparente Deal- und Pipeline-Übersicht
- Aufgaben- und Aktivitätsmanagement
- Lead-Erfassung über die Website
- Team-Zugriff und Zuständigkeiten
- DSGVO-relevante Anforderungen im DACH-Raum
- Skalierbarkeit über den kostenlosen Tarif hinaus
- HubSpot Free CRM im Überblick
- Zentrale Datenbasis für Kontakte und Unternehmen
- Visuelle Deal-Pipeline
- Aufgaben- und Aktivitätsmanagement
- E-Mail-Integration und Tracking
- Lead-Erfassung über Formulare und Live-Chat
- Reporting im kostenlosen Umfang
- Mobile Nutzung
- Datenschutz und DACH-Relevanz
- Capsule CRM im Überblick
- Kontakt- und Organisationsverwaltung
- Pipeline-Management im Free Plan
- Aufgaben und Aktivitäten
- Marketing- und Lead-Funktionen
- Datenschutz und Hosting
- HubSpot vs Capsule: Feature-Vergleich für kleine Agenturen (kostenloser Einstieg)
- Skalierbarkeit: Was passiert, wenn die Agentur wächst?
- Wachstum mit HubSpot
- Wachstum mit Capsule
- Was bedeutet das konkret für kleine Agenturen?
- Preisstruktur im Überblick
- HubSpot: Kostenloser Einstieg mit erweiterbarer Struktur
- Capsule: Kostenlos mit klaren Limits
- Preislogik im direkten Vergleich
- Wann reicht Capsule – und wann ist HubSpot die bessere Wahl?
- DSGVO & Datenhosting im direkten Vergleich
- HubSpot und Datenschutz
- Capsule und Datenschutz
- Einordnung für kleine Agenturen
- FAQ: Kostenloses CRM für kleine Agenturen
- Fazit: Welches kostenlose CRM eignet sich für kleine Agenturen?
- Hast du noch Fragen?
Warum ein kostenloses CRM für kleine Agenturen strategisch entscheidend ist
Kleine Agenturen arbeiten dynamisch. Neue Leads kommen über die Website, Empfehlungen, Social Media oder Netzwerkveranstaltungen. Gleichzeitig laufen mehrere Projekte parallel, Angebote müssen nachverfolgt und Kundengespräche dokumentiert werden. Ohne ein zentrales System entstehen schnell Informationsinseln: Kontaktdaten liegen im E-Mail-Postfach, Aufgaben werden manuell verwaltet und der Überblick über offene Deals geht verloren. Ein kostenloses CRM für kleine Agenturen schafft hier Struktur. Es bündelt Kontakte, Unternehmen, Deals und Aktivitäten an einem Ort. Jeder im Team kann nachvollziehen, in welcher Phase sich ein Lead befindet, wann das letzte Gespräch stattfand und welche nächsten Schritte anstehen.

Gerade in wachsenden Agenturen ist diese Transparenz entscheidend, um professionell zu arbeiten und keine Umsatzchancen zu verlieren. Ein weiterer wichtiger Punkt ist Skalierung. Wer heute mit zwei Personen arbeitet, kann morgen ein fünfköpfiges Team führen. Ein CRM sollte deshalb nicht nur den aktuellen Bedarf abdecken, sondern mitwachsen können. Genau an diesem Punkt unterscheiden sich HubSpot Free CRM und Capsule CRM deutlich in ihrer strategischen Ausrichtung.
Welche Anforderungen sollte ein kostenloses CRM für kleine Agenturen erfüllen?
Nicht jedes kostenlose CRM passt automatisch zu einer Agentur. Viele Tools sind entweder zu stark auf Großunternehmen ausgerichtet oder im kostenlosen Tarif so eingeschränkt, dass es im Alltag schnell unpraktisch wird. Damit ein System wirklich hilft, sollten kleine Agenturen vor allem auf diese Punkte achten.
Zentrale Kontakt- und Unternehmensverwaltung
Ein CRM sollte alle relevanten Informationen an einem Ort bündeln, damit nichts im Postfach, in Notizen oder in Tabellen verschwindet. Dazu gehören typischerweise:
- Kontaktdaten von Ansprechpartnern
- Unternehmensinformationen
- Notizen und Gesprächsverläufe
- Verknüpfung zwischen Kontakt und Unternehmen
So entsteht ein sauberes, nachvollziehbares Kundenbild, das im Team nutzbar bleibt.
Transparente Deal- und Pipeline-Übersicht
Agenturen arbeiten mit Angeboten, Retainern und wiederkehrenden Leistungen. Eine klare Pipeline hilft dabei, Chancen strukturiert zu verfolgen und Prioritäten zu setzen. Sinnvoll sind dabei:
- eine Übersicht über offene Angebote und Anfragen
- definierbare Deal-Phasen, die zur Agentur passen
- ein klarer Status pro Deal, damit Follow-ups planbar bleiben
Ohne Pipeline-Transparenz wird Umsatzplanung schnell zur Bauchentscheidung.
Aufgaben- und Aktivitätsmanagement
Ein CRM ersetzt kein Projektmanagement. Es sollte aber helfen, Vertriebs- und Kommunikationsaufgaben sauber zu organisieren, zum Beispiel durch:
- Aufgaben für Follow-ups und Rückrufe
- Erinnerungen, damit nichts liegen bleibt
- Dokumentation von E-Mails, Terminen oder Gesprächsnotizen
- Zuordnung von Aktivitäten zu Kontakten und Deals
Gerade bei mehreren parallelen Leads verhindert das, dass Chancen im Tagesgeschäft untergehen.
Lead-Erfassung über die Website
Viele Agenturen gewinnen Anfragen über ihre Website, etwa über Kontaktformulare oder Terminanfragen. Ein CRM ist besonders hilfreich, wenn Leads nicht manuell übertragen werden müssen, sondern strukturiert im System landen. Das spart Zeit und reduziert typische Übertragungsfehler.
Team-Zugriff und Zuständigkeiten
Sobald mehr als eine Person an Leads oder Kunden arbeitet, braucht es klare Zuständigkeiten und transparente Daten. Ein passendes CRM sollte deshalb Teamarbeit ermöglichen, zum Beispiel durch:
- mehrere Nutzerzugänge
- nachvollziehbare Zuständigkeiten pro Kontakt oder Deal
- Zugriffskontrollen, damit Daten nicht „für alle offen“ sind
So bleibt das System auch bei Wachstum stabil.
DSGVO-relevante Anforderungen im DACH-Raum
Agenturen verarbeiten personenbezogene Daten, oft auch im Auftrag ihrer Kunden. Deshalb sollte ein CRM die DSGVO-konforme Nutzung unterstützen. In der Praxis sind vor allem wichtig:
- ein Auftragsverarbeitungsvertrag
- Zugriffskontrollen und Rollen
- Möglichkeiten zur Datenlöschung und Datenpflege
- transparente Dokumentation von Daten und Aktivitäten
Je stärker eine Agentur mit sensiblen Kundendaten arbeitet, desto wichtiger wird dieser Punkt.
Skalierbarkeit über den kostenlosen Tarif hinaus
Ein kostenloses CRM ist häufig der Einstieg. Entscheidend ist, ob das System mitwachsen kann, wenn aus zwei Personen ein Team wird und aus wenigen Leads ein planbarer Vertriebsprozess. Ein späterer Wechsel bedeutet meist Datenmigration, Prozessänderungen und Schulungsaufwand. Deshalb lohnt es sich, die langfristige Perspektive von Anfang an mitzudenken.
HubSpot Free CRM im Überblick
HubSpot positioniert sein kostenloses CRM nicht als abgespeckte Testversion, sondern als eigenständige Einstiegsplattform. Gerade kleine Agenturen bietet dies am Anfang eine zentrale Struktur ohne sofortige Investitionskosten.

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Zentrale Datenbasis für Kontakte und Unternehmen
Im kostenlosen CRM lassen sich Kontakte und Unternehmen strukturiert verwalten. Individuelle Eigenschaften können ergänzt werden, sodass Agenturen beispielsweise Branche, Projektstatus oder Lead-Quelle dokumentieren können. Dadurch entsteht eine einheitliche Datenbasis, die nicht nur dem Vertrieb, sondern dem gesamten Team zugutekommt.
Visuelle Deal-Pipeline
HubSpot stellt eine visuelle Deal-Pipeline zur Verfügung, in der Verkaufschancen in definierte Phasen eingeordnet werden können. Angebote, Retainer oder Projektanfragen lassen sich so nachvollziehbar strukturieren. Jede Veränderung am Deal wird dokumentiert, wodurch Transparenz im Vertriebsprozess entsteht.
Aufgaben- und Aktivitätsmanagement
Kontakten und Deals können Aufgaben zugewiesen werden. Follow-ups, Rückrufe oder Angebotsnachfassaktionen bleiben damit im System sichtbar. Zusätzlich können Aktivitäten wie E-Mails oder Gespräche dokumentiert werden. Gerade in wachsenden Agenturen verhindert diese Nachvollziehbarkeit, dass Leads im Tagesgeschäft untergehen.
E-Mail-Integration und Tracking
HubSpot lässt sich mit Gmail und Outlook verbinden. E-Mails können aus dem CRM heraus zugeordnet und nachverfolgt werden. Das erleichtert die Dokumentation der Kommunikation und sorgt für ein vollständigeres Bild der Kundenbeziehung.
Lead-Erfassung über Formulare und Live-Chat
Ein integriertes Formular-Tool ermöglicht es, Website-Anfragen direkt im CRM zu erfassen. Neue Kontakte werden automatisch angelegt und können unmittelbar einer Pipeline zugeordnet werden. Zusätzlich steht ein Live-Chat-Widget zur Verfügung, das Anfragen direkt mit dem CRM verknüpfen kann.
Reporting im kostenlosen Umfang
Das kostenlose CRM bietet ein Dashboard mit grundlegenden Berichten. Agenturen erhalten damit Einblicke in Deals, Aktivitäten und Pipeline-Status. Für tiefergehende Analysen stehen erweiterte Funktionen in kostenpflichtigen Tarifen zur Verfügung.
Mobile Nutzung
HubSpot stellt mobile Apps für iOS und Android bereit. Damit können Kontakte, Deals und Aufgaben auch unterwegs verwaltet werden – ein Vorteil für Agenturen, die häufig in Kundenterminen arbeiten.
Datenschutz und DACH-Relevanz
HubSpot bietet einen Auftragsverarbeitungsvertrag an und betreibt unter anderem Rechenzentren in der Europäischen Union, diese Möglichkeit kann jedoch erst ab dem Starter-Tarif gewählt werden. Für Agenturen im DACH-Raum ist das ein relevanter Aspekt, insbesondere wenn personenbezogene Kundendaten verarbeitet werden. Hier kannst du mehr zur Datenschutz-konformen Nutzung von Hubspot erfahren.
Capsule CRM im Überblick
Capsule CRM verfolgt einen bewusst schlanken Ansatz. Das System richtet sich vor allem an sehr kleine Teams oder Solopreneure, die eine strukturierte Kontakt- und Dealverwaltung benötigen, ohne eine umfassende Marketingplattform zu integrieren.

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Kontakt- und Organisationsverwaltung
Im kostenlosen Tarif können Kontakte und Organisationen zentral erfasst und verwaltet werden. Notizen, Aufgaben und Verkaufschancen lassen sich den jeweiligen Datensätzen zuordnen. Für sehr kleine Teams mit überschaubarem Lead-Volumen ist diese Grundstruktur häufig ausreichend.
Pipeline-Management im Free Plan
Capsule stellt im kostenlosen Tarif eine Sales Pipeline zur Verfügung. Deals können in Phasen organisiert und nachverfolgt werden. Damit lassen sich Angebote oder Projektanfragen systematisch abbilden.
Allerdings ist der kostenlose Plan funktional klar begrenzt. Aktuell umfasst er:
- Bis zu 250 Kontakte
- Bis zu 2 Nutzer
- Eine Sales Pipeline
- Eine Project Board
Gerade bei wachsenden Agenturen können diese Limits schnell erreicht werden.
Aufgaben und Aktivitäten
Capsule ermöglicht es, Aufgaben zu erstellen und Aktivitäten Kontakten oder Deals zuzuordnen. Damit bleibt nachvollziehbar, welche Schritte als Nächstes anstehen. Der Fokus liegt klar auf klassischer Vertriebsorganisation.
Marketing- und Lead-Funktionen
Im Gegensatz zu Plattformansätzen wie HubSpot bietet Capsule im kostenlosen Tarif keine integrierten Website-Formulare oder ein eigenes Live-Chat-System. Lead-Erfassung erfolgt typischerweise über externe Tools oder Integrationen.
Für Agenturen, die aktiv über ihre Website Leads generieren und Marketingprozesse strukturieren möchten, kann das zusätzlichen Integrationsaufwand bedeuten.
Datenschutz und Hosting
Capsule betreibt seine Infrastruktur über Amazon Web Services und gibt an, Daten in den USA zu hosten. Für Agenturen im DACH-Raum ist dieser Aspekt bei der datenschutzrechtlichen Bewertung relevant, insbesondere wenn personenbezogene Kundendaten verarbeitet werden. Die konkrete DSGVO-konforme Nutzung hängt dabei von der individuellen Konfiguration und vertraglichen Absicherung ab.
HubSpot vs Capsule: Feature-Vergleich für kleine Agenturen (kostenloser Einstieg)
Damit der Vergleich für kleine Agenturen wirklich hilfreich ist, schauen wir besonders auf die Funktionen, die im Agenturalltag zählen: Kontakte sauber dokumentieren, Deals in einer Pipeline führen, Follow-ups organisieren und Leads zuverlässig erfassen. Wichtig: Bei beiden Tools gibt es kostenlose Einstiegsmodelle – der Unterschied liegt vor allem in Umfang, Limits und strategischer Erweiterbarkeit.
| Kriterium | HubSpot (kostenloser Einstieg) | Capsule (Free Plan) |
|---|---|---|
| Kontakt- & Unternehmensverwaltung | Ja | Ja |
| Deal-/Pipeline-Management | Ja | Ja (1 Sales Pipeline im Free Plan) |
| Aufgabenmanagement | Ja | Ja |
| E-Mail-Tracking / Aktivitätsnachverfolgung | Ja (als Free-CRM-Funktion beschrieben) | Grundfunktionen zur Kommunikation/Zuordnung, Umfang abhängig vom Tarif |
| Meeting-Scheduling | Ja (als kostenlose Funktion beschrieben) | Nicht als Kernfunktion des Free Plans positioniert (häufig über Kalender-/Arbeitsweise gelöst) |
| Live-Chat | Ja (als kostenlose Funktion beschrieben) | Kein natives Live-Chat-System im Free Plan |
| Formulare / Lead-Erfassung | Kostenloser Form Builder wird angeboten; Leads können im CRM erfasst werden | Keine nativen Formulare im Free Plan; Lead-Erfassung typischerweise über Integrationen |
| Nutzer-/Kontakt-Limits im kostenlosen Einstieg | Limits sind je nach Tool-Bereich unterschiedlich; CRM-Einstieg ist dauerhaft kostenlos nutzbar | 2 Nutzer, 250 Kontakte, 1 Sales Pipeline, 1 Project Board |
| Hosting- / Datenregion (relevant für DACH) | Infrastruktur u. a. in der EU (Deutschland) beschrieben (Regional Hosting) | Datenhosting bei AWS in den USA beschrieben |
| Skalierungsperspektive | Ausbau über zusätzliche Funktionen/Tarife möglich, ohne Systemwechsel | Ausbau über kostenpflichtige Tarife; Fokus bleibt auf schlankem CRM-Ansatz |
Skalierbarkeit: Was passiert, wenn die Agentur wächst?
Die Wahl eines kostenlosen CRM ist selten nur eine kurzfristige Entscheidung. Kleine Agenturen entwickeln sich. Aus zwei Personen werden fünf, aus einzelnen Projekten entstehen Retainer-Strukturen und aus sporadischen Anfragen wird ein planbarer Lead-Prozess. Genau hier zeigt sich, ob ein System mitwachsen kann.
Wachstum mit HubSpot
HubSpot ist als Plattform konzipiert. Das kostenlose CRM bildet die Basis. Wenn der Bedarf steigt, lassen sich zusätzliche Funktionen über kostenpflichtige Tarife oder ergänzende Produktbereiche freischalten. Dazu gehören beispielsweise erweiterte Reporting-Möglichkeiten oder Marketing- und Automatisierungsfunktionen.
Wichtig dabei: Das zugrunde liegende CRM bleibt bestehen. Kontakte, Unternehmen und Deals müssen nicht in ein neues System migriert werden. Die Agentur erweitert die bestehende Struktur, statt sie zu ersetzen. Für wachsende Teams bedeutet das Kontinuität in Daten, Prozessen und Schulungen.
Gerade wenn Marketing und Vertrieb enger verzahnt werden sollen, bietet dieser Plattformansatz strategische Vorteile.
Wachstum mit Capsule
Capsule bietet ebenfalls kostenpflichtige Tarife, die den Funktionsumfang erweitern und Limits anheben. Der Fokus bleibt jedoch klar auf Kontakt- und Dealverwaltung. Für Agenturen, die in erster Linie ein strukturiertes Vertriebs-CRM benötigen, kann das ausreichend sein.
Die Skalierung findet innerhalb des bestehenden CRM-Rahmens statt. Wer jedoch zusätzliche Marketing- oder Automatisierungsfunktionen integrieren möchte, muss typischerweise auf externe Tools setzen und diese anbinden.
Was bedeutet das konkret für kleine Agenturen?
In sehr kleinen Teams mit überschaubarem Lead-Volumen ist Skalierung zunächst kein dominierender Faktor. Sobald jedoch systematisch Leads generiert, Kampagnen gefahren oder mehrere Vertriebsprozesse parallel abgebildet werden sollen, gewinnt die langfristige Plattformstrategie an Bedeutung.
Ein späterer Systemwechsel ist grundsätzlich möglich, bedeutet in der Praxis jedoch Aufwand durch Datenmigration, Prozessanpassung und Einarbeitung des Teams. Deshalb ist es sinnvoll, die Wachstumsperspektive bereits bei der Auswahl eines kostenlosen CRM mitzudenken.
Preisstruktur im Überblick
Beim Vergleich eines kostenlosen CRM für kleine Agenturen spielt nicht nur der Funktionsumfang eine Rolle, sondern auch die langfristige Kostenstruktur. Gerade wachsende Teams sollten verstehen, wie sich ein System preislich entwickelt, wenn zusätzliche Funktionen oder Nutzer benötigt werden.
HubSpot: Kostenloser Einstieg mit erweiterbarer Struktur
HubSpot bietet ein dauerhaft kostenlos nutzbares CRM mit zentralen Funktionen für Kontakt-, Deal- und Aufgabenmanagement. Dieser Einstieg ist zeitlich nicht begrenzt.
Erweiterte Funktionen – etwa zusätzliche Automatisierungen, detailliertere Reports oder weiterführende Marketing- und Vertriebsfunktionen – sind in kostenpflichtigen Tarifen verfügbar. Diese sind modular aufgebaut und in unterschiedliche Leistungsstufen unterteilt. Hier findest du alle Produkte und Preise im Überblick.
Für kleine Agenturen bedeutet das: Der Einstieg verursacht keine Lizenzkosten. Kosten entstehen erst dann, wenn zusätzlicher Funktionsumfang oder erweiterte Nutzung erforderlich wird.
Capsule: Kostenlos mit klaren Limits
Capsule bietet ebenfalls einen kostenlosen Tarif. Dieser ist jedoch funktional und strukturell klar begrenzt. Der Free Plan umfasst aktuell:
- Bis zu 250 Kontakte
- Bis zu 2 Nutzer
- Eine Sales Pipeline
- Eine Project Board
Sobald diese Grenzen überschritten werden oder zusätzliche Funktionen benötigt werden, ist ein Wechsel in einen kostenpflichtigen Tarif erforderlich. Die Bezahlmodelle sind nutzerbasiert aufgebaut.
Preislogik im direkten Vergleich
Beide Systeme ermöglichen einen kostenfreien Einstieg. Der Unterschied liegt weniger im „Ob kostenlos“, sondern in der Struktur der Begrenzungen und der strategischen Ausrichtung.
Während HubSpot das kostenlose CRM als Basisplattform positioniert, die später erweitert werden kann, ist Capsule im kostenlosen Tarif klar auf kleine Teams mit begrenztem Datenvolumen zugeschnitten.
Für kleine Agenturen ist daher nicht nur die aktuelle Teamgröße entscheidend, sondern auch die Frage, wie stark Wachstum, Lead-Generierung und Prozessausbau in den nächsten Jahren geplant sind.
Wann reicht Capsule – und wann ist HubSpot die bessere Wahl?
Nicht jede Agentur braucht sofort eine umfassende Plattform. Entscheidend ist die Ausgangssituation – und die Perspektive.
Capsule ist ausreichend, wenn
- ein sehr kleines Team mit maximal zwei Nutzern arbeitet
- die Anzahl der Kontakte überschaubar bleibt
- eine einzelne Sales Pipeline genügt
- der Fokus primär auf klassischer Kontakt- und Dealverwaltung liegt
- Marketingprozesse nicht direkt im CRM abgebildet werden müssen
Für sehr schlanke Strukturen kann Capsule damit ein funktionaler Einstieg sein.
HubSpot ist sinnvoller, wenn
- Leads aktiv über die eigene Website generiert werden
- mehrere Vertriebsprozesse parallel strukturiert werden sollen
- Marketing und Vertrieb enger zusammenarbeiten
- mittelfristig Wachstum geplant ist
- ein System gesucht wird, das ohne Plattformwechsel erweitert werden kann
- EU-Datenhosting eine Rolle spielt
Gerade für kleine Agenturen mit klarer Wachstumsstrategie bietet HubSpot dadurch mehr strukturelle Flexibilität.
DSGVO & Datenhosting im direkten Vergleich
Für kleine Agenturen im deutschsprachigen Raum ist Datenschutz kein Nebenthema. CRM-Systeme speichern und verarbeiten personenbezogene Daten von Leads, Ansprechpartnern und Kunden. Damit unterliegen sie den Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).
Wichtig ist dabei: Nicht das Tool allein ist DSGVO-konform, sondern die Art und Weise, wie es eingesetzt wird. Unternehmen bleiben selbst für die rechtmäßige Verarbeitung der Daten verantwortlich.
HubSpot und Datenschutz
HubSpot stellt einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) bereit und beschreibt seine Infrastruktur unter anderem mit Rechenzentren in der Europäischen Union (ab dem Starter-Tarif), einschließlich Deutschland. Zudem bietet das System Funktionen wie Benutzerrollen, Zugriffskontrollen und Möglichkeiten zur Datenlöschung.
Für Agenturen im DACH-Raum kann insbesondere die Option eines EU-Datenhostings ein relevantes Entscheidungskriterium sein – vor allem dann, wenn Kundendaten im Auftrag verarbeitet werden.
Capsule und Datenschutz
Capsule betreibt seine Infrastruktur über Amazon Web Services und gibt an, Daten in den USA zu hosten. Auch hier gilt: Eine DSGVO-konforme Nutzung hängt von vertraglichen Regelungen, technischen Maßnahmen und der konkreten Anwendung im Unternehmen ab.
Agenturen sollten deshalb unabhängig vom gewählten System prüfen, welche Daten gespeichert werden, welche Verträge abgeschlossen werden und wie interne Zugriffsrechte geregelt sind.
Einordnung für kleine Agenturen
Gerade im Agenturumfeld, in dem häufig im Auftrag von Kunden gearbeitet wird, lohnt sich eine bewusste Auseinandersetzung mit Hosting-Standort, Vertragsgrundlagen und Datenprozessen. Datenschutz ist kein Marketingargument, sondern Teil professioneller Arbeitsweise.
FAQ: Kostenloses CRM für kleine Agenturen
Ja. HubSpot bietet ein dauerhaft kostenlos nutzbares CRM mit Kernfunktionen wie Kontaktverwaltung, Deal-Pipeline, Aufgabenmanagement und grundlegender Lead-Erfassung. Kosten entstehen erst, wenn zusätzliche Funktionen oder höhere Leistungsstufen benötigt werden.
Ja. Capsule stellt einen kostenlosen Tarif bereit. Dieser ist aktuell auf 250 Kontakte, zwei Nutzer, eine Sales Pipeline und ein Project Board begrenzt. Sobald diese Limits überschritten werden oder erweiterte Funktionen benötigt werden, ist ein kostenpflichtiger Tarif erforderlich.
HubSpot bietet integrierte Möglichkeiten zur Lead-Erfassung, beispielsweise über Formulare, die direkt mit dem CRM verknüpft werden können. Capsule konzentriert sich stärker auf die strukturierte Verwaltung bestehender Kontakte und Deals. Für Agenturen mit aktiver Website-Lead-Generierung bietet HubSpot daher mehr integrierte Optionen.
HubSpot ist als Plattform konzipiert und kann durch zusätzliche Funktionen erweitert werden, ohne das System zu wechseln. Capsule bietet ebenfalls kostenpflichtige Erweiterungen, bleibt jedoch in seiner Grundstruktur ein schlankes CRM mit Fokus auf Kontakt- und Dealmanagement. Die passende Wahl hängt von der geplanten Wachstumsstrategie ab.
Beide Systeme können DSGVO-konform eingesetzt werden, sofern sie korrekt konfiguriert und vertraglich abgesichert sind. HubSpot bietet unter anderem EU-Rechenzentren und einen Auftragsverarbeitungsvertrag an. Capsule gibt an, seine Infrastruktur über AWS in den USA zu betreiben. Die datenschutzrechtliche Bewertung sollte daher unternehmensindividuell erfolgen.
Fazit: Welches kostenlose CRM eignet sich für kleine Agenturen?
Beide Systeme ermöglichen einen kostenfreien Einstieg in strukturierte Vertriebsprozesse. Die entscheidende Frage ist nicht, welches Tool besser ist, sondern welches zur aktuellen Struktur und zur geplanten Entwicklung der Agentur passt. Capsule bietet einen klar fokussierten, schlanken Ansatz. Für sehr kleine Teams mit begrenzter Kontaktanzahl und einer einzelnen Pipeline kann der kostenlose Tarif ausreichend sein. Wer primär Kontakte verwalten und Angebote übersichtlich organisieren möchte, erhält eine reduzierte, leicht verständliche Lösung.
HubSpot Free CRM geht strategisch einen Schritt weiter. Neben Kontakt- und Dealverwaltung stehen integrierte Funktionen zur Lead-Erfassung, Aufgabenorganisation und Erweiterbarkeit zur Verfügung. Für Agenturen, die aktiv Leads über ihre Website generieren, Marketing- und Vertriebsprozesse enger verzahnen oder mittelfristig wachsen möchten, bietet dieser Plattformansatz mehr strukturelle Flexibilität.
Auch im Hinblick auf Hosting-Standort und Erweiterbarkeit zeigt sich ein Unterschied: HubSpot beschreibt unter anderem Rechenzentren in der Europäischen Union und ermöglicht einen Ausbau innerhalb derselben Systemumgebung. Capsule setzt auf eine bewusst schlankere CRM-Struktur mit klar definierten Limits im kostenlosen Tarif. Wer eine einfache, reduzierte Lösung für ein sehr kleines Team sucht, kann mit Capsule starten. Wer von Beginn an auf Skalierbarkeit, integrierte Lead-Prozesse und eine ausbaufähige Plattform setzt, findet im kostenlosen CRM von HubSpot eine langfristig stabilere Grundlage.
Für kleine Agenturen mit klarer Wachstumsstrategie ist das häufig der entscheidende Unterschied.
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